Autonomes Fahren :
Daimler und Bosch erproben Parken ohne Fahrer

Daimler und Bosch starten einen automatisierten Parkservice per Smartphone als Pilotprojekt im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums.

Text: Ulrike App

Das Parkhaus des Mercedes-Benz Museums dient als Testballon.
Das Parkhaus des Mercedes-Benz Museums dient als Testballon.

In vielen Metropolen herrscht Parkplatznot. Deshalb suchen Stadtplaner mit Automobilkonzernen nach Lösungen: Die beiden Unternehmen Bosch und Daimler präsentieren jetzt ihre Idee. Sie realisieren im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart das fahrerlose Parken. Per Smartphone-Befehl finden Autos den zugewiesenen Stellplatz, ohne dass der Fahrzeuglenker das Manöver noch überwachen müssen. Laut Daimler ist das automatisierte Valet-Parken ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum autonomen Fahren.

In den kommenden Monaten soll es erst einmal eine intensive Testphase geben. Denn bevor Anfang 2018 der fahrerlose Kundenbetrieb startet, bedarf es noch der finalen Abnahme durch die Zulassungsbehörde.

Die schwäbische Lösung des Problems funktioniert so: Die installierten Sensoren von Bosch überwachen den Fahrkorridor und steuern das Fahrzeug. Die Technik im Auto setzt die Befehle von der Parkhaus-Infrastruktur sicher in Fahrmanöver um und stoppt das Fahrzeug gegebenenfalls rechtzeitig. 

Bereits bestehende Parkhäuser sollen laut Bosch und Daimler mit der Infrastruktur-Technik nachgerüstet werden können. Und die Unternehmen versprechen: Bis zu 20 Prozent mehr Fahrzeuge passen dann auf die gleiche Fläche.


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Ulrike App
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ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.