Serie: How to app :
Die wichtigsten Apps fürs Marketing 2017

Das Gelobte Land ist digitales Marketing nicht. Die Frage muss eher lauten: Welchen Beitrag kann Digital leisten?

Text: Christa Catharina Müller

W&V beleuchtet ab heute einen Monat lang über Best Cases von vier Plattformen.
W&V beleuchtet ab heute einen Monat lang über Best Cases von vier Plattformen.

Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir an dieser Stelle über die wichtigsten digitalen Plattformen fürs Marketing berichtet und anhand von Fallbeispielen aufgezeigt, wie man sie erfolgreich einsetzen kann.

Seit dem Ende der W&V-Serie hat sich in der App-Landschaft einiges getan: Instagram Stories, Pinterest Lens oder Messenger Chatbots sind nur ein paar Beispiele für neue Features, die großen, aber auch kleinen Unternehmen stetig wachsende Möglichkeiten bieten, auf ihre Produkte aufmerksam zu machen.

Die Annäherung in der Funktionslogik der Apps ist ein weiterer Trend. So kann beispielsweise ein User bei Snapchat seit einigen Monaten ein eigenes Profil anlegen und dort seine Lieblingsbilder speichern. Im Gegenzug hat zuletzt nun auch Whatsapp angekündigt, dass die Nutzer Inhalte veröffentlichen können, die nach 24 Stunden automatisch wieder verschwinden.

Wenn die Grenzen zwischen den Plattformen immer mehr verschwimmen, was unterscheidet sie überhaupt noch? Woran können sich Marketingleiter in Zukunft orientieren, wenn sie ihr Budget gezielt in einen Kanal investieren wollen? Für welche Zwecke eignet sich welche App besonders gut und warum eigentlich?

Diese und weitere Fragen wollen wir 2017 in einer Neuauflage der W&V-Serie in vier Teilen thematisieren. Trends hin oder her, an der grundsätzlichen Bedeutung der digitalen Plattformen hat sich nichts geändert: Sie bleiben der moderne Marktplatz, an dem viel geschrien, noch mehr diskutiert und immer häufiger auch etwas verkauft wird.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Digi­tales Marketing ist nicht das Gelobte Land, wie manche fälschlicherweise glauben. Noch immer lohnt sich – trotz massiver Streuverluste – in vielen Fällen das ­Investment in klassische Kanäle wie Fernsehen oder Radio.

Die Frage, die sich Marketingleiter regelmäßig stellen sollten, muss eher lauten: Welchen Beitrag kann und soll Digital für das Erreichen meiner Ziele leisten? Eine pauschale Antwort auf diese Frage kann es nicht geben, zu unterschiedlich sind die Vorhaben und damit verbundenen Zielsetzungen. Die Entscheidung für oder gegen eine Plattform muss von einem Unternehmen jedes Mal von Neuem getroffen werden.

Man muss das Rad nicht neu erfinden

Für welche App man sich entscheidet, sollte kein Zufall sein. Denn es gibt sie, die Parameter, die eine Vorhersage über den Erfolg einer Kampagne erlauben: Neben der anvisierten Zielgruppe beeinflusst auch die gewählte Plattform selbst, wie eine Botschaft ankommt.

Man muss das Rad nicht neu erfinden, um seine Kunden zu erreichen. Oft reicht es schon, sich Best ­Cases anzusehen und daraus Schlüsse zu ziehen.

Die vierteilige W&V-Serie beginnt mit Instagram, der ältesten und immer noch wichtigsten Bilder-App, und einem Fallbeispiel von Lufthansa. Das Heft oder die Serie können Sie hier bestellen.


Autor:

Christa Catharina Müller
Christa Catharina Müller

ist seit Februar 2014 Redakteurin im Ressort Marketing, wo sie über Mode und digitales Marketing schreibt. Bevor sie zu W&V kam, hat sie ein Onlinevolontariat bei Condé Nast absolviert und war anschließend drei Jahre als freie Autorin tätig, unter anderem als Bloggerin für Yahoo.