Start-up :
Einhorn: Crowdfunding für soziales Öko-Kondom

Sex sells - das Berliner Start-up Einhorn will aus Präservativen eine Lifestyle-Produkt machen. Doch hinter den Öko-Gummis steckt auch ein sozialer Gedanke.

Text: Sebastian Blum

Sex sells und verändert dabei noch ein bisschen die Welt. Unter diesem Motto bewirbt das Berliner Startup Einhorn seine Öko-Kondome. Der Clou bei den Edel-Präsern: Die Gründer setzen auf fairen Handel und wollen die Hälfte der Gummi-Erlöse wieder in soziale Projekte stecken. Doch am Anfang steht zunächst das Crowdfunding.

Die Idee kam den Gründern Waldemar Zeiler und Philip Siefer beim Gummi-Kauf im Supermarkt. "Ich stand überfordert und frustriert vorm Regal, und fand es schade, dass der Kondomkauf so negativ behaftet ist", erinnert sich Siefer. Dem eigenen Produkt will das Start-up deswegen mit dem Motto "make magic happen" und dem Einhorn als Namensgeber ein positives Image verpassen. Dabei setzt Einhorn auch optisch auf Strahlkraft: Die Gestaltung der Präser-Packungen gestalteten Künstler wie der Fotoblogger Oliver Rath, Heji Shin, Sandra Bayer oder André Wagner.

Mit ihren Öko-Kondomen verfolgen die Berliner laut eigener Aussage auch ein soziales Ziel: Die Hälfte der zukünftigen Gummi-Gewinne sollen in Projekte wie die Sexualaufklärung Jugendlicher und die faire Bezahlung der Kautschukbauern fließen. Auch die Gründung einer Kooperative mit deutschen Wissenschaftlern zur Entwicklung eines eigenen Präser-Gütesiegels steht auf den Plan. Damit das alles klappt, setzt Einhorn auf die Crowdfounding-Plattform startnext.com: Die erste Finanzierungsschwelle von 50.000 Euro hat das Start-up bereits geknackt. Ab 200.000 Euro will Einhorn dann seine Öko-Gummis in den USA launchen.   

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