Facebook: Empfindliche Strafe wegen unerlaubter Werbung

Zehn Millionen Dollar – so viel "Strafe" muss Facebook nach einem jüngsten Urteil zu seinen missglückten Werbe-Bemühungen an gemeinnützige Organisationen überweisen. Ein US-Gericht hat einer Sammelklage von Nutzern stattgegeben, die sich gegen die "Sponsored Stories" gewehrt hatten. Aber es hätte noch schlimmer kommen können.

Text: Anja Janotta

18. Jun. 2012

Zehn Millionen Dollar – so viel "Strafe" muss Facebook nach einem jüngsten Urteil zu seinen Werbe-Bemühungen an gemeinnützige Organisationen überweisen. Ein US-Gericht hat einer Sammelklage von Nutzern stattgegeben, die sich gegen die "Sponsored Stories" gewehrt hatten. Facebook hatte den Service Anfang 2011 eingeführt. Ein Nutzer, der einen Like-Button eines werbenden Unternehmens geklickt hatte, kann mittels dieser Technik auch gleich als Testimonial für das Unternehmen genutzt werden.  Mit "Sponsored Stories" bekommen die Freunde mancher Mitglieder in ihren Newsfeed "Freund… gefällt Produkt …" eingeblendet, sobald diese den entsprechenden Like-Button betätigt hat.

Fünf Mitglieder hatten gegen dieses Vorgehen geklagt. Sie haben der Höhe des verfügten Schadensersatzes zugestimmt. Dieser hätte deutlich höher ausfallen können – bis in die Milliaden-Höhe. Allerdings hätten dazu, so die Richterin, mehr Kläger zusammenkommen müssen, meldet die Agentur Reuters.

Und noch jemand setzt das Soziale Netzwerk unter Druck: Nach dem verpatzten Börsengang verlässt Technik-Chef Bret Taylor die Zuckerberg-Firma. Taylor besetzt eine Schlüsselposition bei Facebook, er betreute zuletzt die Entwicklung der eigenen App-Plattform. Auch mit der Weiterentwicklung von mobilen Werbeformen für Facebook war er betraut – was für Facebook mittlerweile überlebenswichtig geworden ist.

Gegenüber dem Technologie-Blog All Things D sagte Taylor, dass er Facebook-Chef Mark Zuckerberg immer schon gesagt habe, er wolle sein eigenes Startup gründen. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt gekommen. Gerüchten zufolge soll er sich mit einem Ex-Google-Mitarbeiter zusammentun, um Neues zu entwickeln.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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