Werbewirkung :
Facebook holt Ebiquity ins Boot

Etwas mehr Durchblick im Walled Garden: Facebook lässt künftig Ebiquity seine Werbewirkung messen

Text: Thomas Nötting

Facebook weitet seine Charme-Offensive gegenüber der werbetreibenden Wirtschaft aus. Mit Ebiquity nimmt der Social-Media-Konzern einen weiteren unabhängigen Marktforscher in den Kreis seines Werbewirkungs-Nachweisprogramms auf.

Ebiquity wird künftig am so genannten Marketing-Mix-Modellng-Programm des Online-Konzerns teilnehmen, teilte das Beratungsunternehmen mit. Erst im März hatte Facebook auch den Ad-Verification-Anbieter Meetrics für sein Programm akkreditiert.

Der Social-Media-Konzern reagiert damit auf zunehmende Kritik aus dem Werbemarkt, seine Reichweiten und Wirkungsbeiträge nicht unabhängig messen zu lassen und sich hinter „Walled Gardens“ zu verschanzen.

Den Service können alle nationalen und internationalen Ebiquity nutzen, heißt es in einer Mitteilung des Beratungsunternehmens. „Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz in Media und Marketingwirkung“, erklärt Mike Campbell, Head of International Effectiveness bei Ebiquity. “Wir begrüßen die Bereitschaft von Facebook, im Auftrag unserer Marketing-Mix-Modelling-Kunden Zugang zu den Daten zu gewähren und freuen uns über ähnliche Initiativen in der Branche.“ Ein Seitenhieb auf den Konkurrenten Google, der Ebiquity bislang noch nicht mitmessen lässt.


Autor:

Thomas Nötting
Thomas Nötting

ist Leitender Redakteur bei W&V. Er schreibt vor allem über die Themen Medienwirtschaft, Media und Digitalisierung.