Facebook vermittelt Hilfe zur Suizid-Prävention

Wer sich Sorgen macht, dass ein Facebook-Freund sich etwas antun könnte, kann dessen Äußerungen in den USA und Kanada jetzt melden.

Text: Katja Schönherr

Facebook hat in den USA und Kanada eine Funktion zur Selbstmord-Prävention eingeführt. Damit könnten Facebook-Nutzer auf Nachrichten von Freunden reagieren, die auf Suizidgedanken hinweisen, teilte das Unternehmen mit. Dafür würden E-Mails mit einer Hotline und einem Link zu einem Chat mit einem Berater verschickt. Dabei handele es sich um ein kostenloses 24-Stunden-Beratungsangebot in Kooperation mit der Nationalen Suizidprävention Lifeline.

Lifeline bekommt nach eigenen Angaben monatlich 70.000 Anrufe von suizidgefährdeten und emotional aufgewühlten Menschen. Viele würden jedoch nicht zum Hörer greifen wollen und bekämen nun ein neue Möglichkeit der Beratung. Die zuständige US-Behörde SAMHSA berichtet in ihrer Ankündigung, die Online-Chats, die direkt über Facebook laufen, seien vertraulich. Doch Datenschützer bezweifeln bereits einen solchen Umgang Facebooks mit entsprechenden gesundheitsbezogen Informationen von Mitgliedern.