FAZ.Net soll kostenpflichtig werden

FAZ-Chef Tobias Trevisan klagt über "unattraktive Dumpingpreise in der Onlinevermarktung" und plant eine Bezahlschranke für die "Frankfurter Allgemeine" im Web.

Text: Uli Busch

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Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" arbeitet an einer Bezahlschranke für ihre Online-Inhalte. Wann die Paywall hochgezogen wird, steht noch nicht fest, aber man beschäftige sich "intensiv mit dem Thema" und werde "den Schritt zu einer Bezahlpflicht  möglichst bald machen", kündigte FAZ-Geschäftsführer Tobias Trevisan im Branchenmagazin "Wirtschaftsjournalist" an. Vom Online-Werbemarkt erwartet der Verlagschef nicht mehr viel: Man sei "heute in einem Geschäft, das sich am Massenmarkt orientiert....Das können andere wie T-Online oder bild.de besser". Die Werbepreise  im Netz werden laut Trevisan "von den Großen bestimmt". Das führe "zu unattraktiven Dumpingpreisen in der Onlinevermarktung."

Zu den ganz Großen im Netz gehört die "FAZ" tatsächlich nicht. Die Zeitung hat mit dem Digitalgeschäft lange gefremdelt und wagte den Gang ins Internet erst nach den Print-Konkurrenten "Welt" und "Süddeutsche Zeitung". Das schlägt sich noch heute im IVW-Ranking nieder: Im Mai 2012 etwa rangierte FAZ.Net mit rund 25 Millionen Visits noch hinter Zeit Online (Welt Online: 42,1 Millionen, Sueddeutsche.de: 37,5 Millionen). Vermarktet wird das Angebot von Tomorrow Focus Media.


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