Mobile :
Google-Änderungen: Was bedeuten sie für Marken?

Zum 21. April ändert Google seinen Algorithmus für das Ranking der Suchergebnisse auf mobilen Geräten. SEO-Experte Eric Kubitz erklärt die Hintergründe.

Text: Linda Hofmann

- 2 Kommentare

SEO-Experte Kubitz sieht die Google-Änderungen positiv.
SEO-Experte Kubitz sieht die Google-Änderungen positiv.

Zum 21.April ändert Google seinen Algorithmus für das Ranking der Suchergebnisse auf mobilen Geräten. Weiter oben ist dann nur zu finden, wer seine Webseiten dafür optimiert hat. Google rechtfertigt die Änderungen in seinem Unternehmensblog damit, dass die "Nutzer zukünftig einfacher relevante, qualitative hochwertige Ergebnisse finden, die für ihre mobilen Endgeräte optimiert sind".

Sollten Marken und Verlage also versuchen, die Neuerungen bei Google als Chance für Veränderungen im eigenen Haus zu sehen? Eric Kubitz, Inhaber des Münchner Dienstleisters Contentmanufaktur, meint ja. Google wolle damit das "Internet besser machen", so der SEO-Experte. Und der neuerliche Vorstoß beim mobilen Ranking von Google könne für viele Unternehmen Motivation sein, ihr mobiles Angebot zu verbessern.

Kubitz rät dabei zur "responsiven" Lösung - also die automatische Anpassung der Inhalte auf das jeweilige Endgerät - anstatt eine Desktop- und zusätzlich eine eigene Version nur für Smartphones und Tablets zu entwickeln. Diese "fully responsive" Webseiten präferiert Google künftig. Vor allem große Unternehmen mit vielen Angeboten und Untermarken sollten über einen kompletten, zeitgemäßen Relaunch mit einer responsiven Lösung nachdenken, anstatt jetzt panisch Websites auf mobil zu trimmen. Das könne dann zwar ein halbes Jahr dauern, in dem das mobile Webangebot schlechter bei Google gerankt sei, aber Kubitz sieht dies als nicht so dramatisch an. Schließlich würden beim Ranking rund 200 Faktoren eine Rolle spielen.

Sehr wichtig ist beispielsweise das Nutzerverhalten. Klickt der Konsument auf das Angebot, rutscht es im Ranking nach oben. Der Nutzer aber wiederum wird lieber von unterwegs eine Site anklicken und drauf verweilen, wenn diese für sein Smartphone optimiert ist. Also nicht in blinden Aktionismus verfallen, wenn der 21.April näher rückt, sondern grundsätzlich Gedanken über den mobilen Auftritt der Marke machen. (weitere Tipps hat hier etwa LEAD digital zusammengestellt).


2 Kommentare

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Anonymous User 18. April 2015

Nun, Google gibt in der Webmasterzentrale Responsive Design als präferiert an. Im Prinzip wird das keinen großen Unterschied machen. Aber angesichts der vielen Formfaktoren von Displays fährt man damit sicherlich besser. Denn eine reine Mobile Version sieht auf den größeren Tablets doch manchmal ziemlich schlecht aus. Oder?

Anonymous User 17. April 2015

T3N schreibt heute "...Google-Mitarbeiter Gary Illyes betonte in einer Q&A-Session, eine Website mit responsivem Design hätte im Vergleich zu einer dedizierten mobilen Website keine direkten Vorteile...". Welche Information (s.o. Absatz 3) ist denn nun bitte korrekt?!

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