Lese-Tipp: Wie einfach sich ein Apple-Gerücht verbreiten lässt

Apple arbeite an einer assymetrischen Schraube mit einem völlig neuem Gewinde - dieses Gerücht verbreitete sich in den vergangenen Tagen rasant im Netz. Jetzt stellte sich heraus, es war falsch - und ein Experiment. Der "Basic Thinking Blog" beschreibt die ganze Chronologie des künstlich erzeugten Gerüchteflusses.

Text: Uli Busch

Apple arbeite an einer assymetrischen Schraube mit einem völlig neuem Gewinde - dieses Gerücht und das Foto der "Wunderschraube" verbreitete sich in den vergangenen Tagen im Vorfeld des möglichen Starts des neuen iPhones rasant im Netz. Die Plattformen, die berichteten, lieferten auch eine Erklärung mit: Die Schrauben könnten nur Apple-Techniker mit Spezialwerkzeug in Macs und iPhones verschrauben, was Hobby-Bastlern das Handwerk legen würde. Beim kalifornischen Unternehmen würden einen derartige Zielsetzungen nicht wundern.

Aber nun stellte sich heraus: Das Gerücht war ein Fake - und ein Experiment. Die schwedische Designfirma Day 4 wollte nur mal austesten, wie Informationen heute aufgenommen und verbreitet werden. Jürgen Vielmeier beschreibt im "Basic Thinking Blog" die Chronologie des künstlich erzeugten Gerüchteflusses und sieht das Experiment als Warnung an Jornalisten und Blogger.