"New York Times": Online überholt Print

Paradigmenwechsel in den USA: Die "New York Times" wird kostenpflichtig mehr online gelesen als offline. Zwar ist der Vorsprung noch marginal, aber jetzt hat Online erstmals Print überholt.

Text: Anja Janotta

08. May. 2012

Paradigmenwechsel in den USA: Die "New York Times" wird kostenpflichtig mehr online gelesen als offline. Zwar ist der Vorsprung noch marginal, aber jetzt hat Online erstmals Print überholt. Knapp 780.000 Exemplare einer durchschnittlichen Print-Wochentagsausgabe werden gelesen, das kostenpflichtige digitale Angebot liegt darüber mit 807.000. Diese Zahlen weist die Oktober 2011 bis März 2012-Auswertung des Audit Bureau of Circulation (ABC) aus. Damit ist aber die "New York Times" auf weiter Front allein. Konkurrent "Wall Strreet Journal" steht immer noch fest auf seinen Print-Beinen: Hier liegt das Verhältnis von 1,56 Millionen Print-Lesern zu 552.000 Online-Lesern. "USA Today" - insgesamt auf Platz drei hinter "WSJ" und "NYT"  - kommt auf ein Verhältnis von 1,7 Millionen zu 116.000.

Auch die Sonntags-Ausgaben sind eher noch eine Lektüre für den Frühstücks- als für den Computertisch: Hier hat die klassische Print-Ausgabe immer noch einen massiven Vorsprung gegenüber ihren digitalen Pendants: 1,27 Millionen verkauft die "New York Times" davon und 737.000 sind es Online.

Die Erhebung misst alle kostenpflichtigen Angebote, die auf den verschiedenen Kanälen genutzt werden - nachdem allerdings ein Print-Abo allerdings auch Freischaltungen des Digital-Angebots beinhaltet, kommt es bei dieser Messmethode auch zu Doppelzählungen.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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