Online-Report 2017/2 :
OVK: Digitale Werbung wächst auf 1,91 Milliarden

Der OVK legt zur Dmexco seine Herbstzahlen für den digitalen Werbemarkt vor. Die Online- und Mobile-Werbung ist um 7 Prozent gewachsen. 

Text: Petra Schwegler

Paul Mudter und seine OVK-Kollegen klären den Markt zu digitaler Werbung auf - u.a. mit der Gattungskampagne "Display wirkt".
Paul Mudter und seine OVK-Kollegen klären den Markt zu digitaler Werbung auf - u.a. mit der Gattungskampagne "Display wirkt".

Pünktlich zur Dmexco legt der OVK im BVDW wieder eine der Erfolgsbilanzen für den digitalen Werbemarkt vor. Laut der Herbstausgabe des zweimal im Jahr veröffentlichen Online-Reports liegt das Umsatzvolumen inzwischen bei 1,91 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 7 Prozent im deutschen Online- und Mobile-Display-Werbemarkt.

Die Zahlen stammen aus dem aktuellen Online-Report 2017/2 des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Die Investitionen in die Gattung Internet (Display und Suchwortvermarktung) machen demnach mit 29,9 Prozent den größten Anteil am Nettowerbekuchen aus. Internet ist dabei erstmals das stärkste Medium im Mediamix.

IP-Deutschland-Manager Paul Mudter, Vorsitzender des OVK im BVDW, kommentiert das Plus so: "Die Branche trotzt Herausforderungen wie Adblockern und irreführenden Wirkungsdiskussionen." 

Welche Werbeformate oft gebucht werden

Die beliebtesten Formate unter den Display-Werbeformen waren im ersten Halbjahr 2017 Pre-Roll (185 Millionen Euro), Ad Bundle (182 Millionen Euro) und Billboard Ad (134 Millionen Euro). Alle drei Formate haben allerdings im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.

Deutlich mehr wurde stattdessen in die Formate Sitebar (von 44 auf 70 Millionen Euro) und Halfpage Ad (von 53 auf 65 Millionen Euro) gesteckt. Sehr gefragt sind laut OVK auch In-Stream Video Ads (von 13 auf 34 Millionen Euro).

it einem Anteil von 12,3 Prozent liegt die digitale Werbung (Online und Mobile) auf Platz drei der im Mediamix vertretenen Gattungen. Mehr als jeder zehnte Werbeeuro fließt somit in digitale Werbung (Online und Mobile). Dass das anfangs ausgewiesene Umsatzvolumen die Kanäle Desktop und Mobile erfasst, liegt daran, dass eine separate Darstellung immer schwieriger und ungenauer ablaufen würde, da Kampagnen meistens crossmedial ausgeliefert werden.

Betrachtet wird im Online-Report 2017/2 der gesamte Digitalmarkt, nicht nur die OVK-Unternehmen. Damit werden alle Plattformen erfasst, auf denen digitale Werbung ausgeliefert wird - auch Google und Facebook. In die Berechnung fließen alle graphischen Werbemittel aus dem Display- und Video-Segment ein, nicht jedoch Affiliate und Search.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.