Viralspot :
So hat der Nikolaus-Flashmob der Bahn funktioniert

Frühaufsteher erwartete am Donnerstag im Frankfurter Hauptbahnhof eine Nikolaus-Überraschung der Deutschen Bahn. Aus einem ICE strömten 400 Weihnachtsmänner, die Schokolade verteilten. Dazu sang Stargast Max Mutzke mit Chor.

Text: Frauke Schobelt

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Frühaufsteher erwartete am Donnerstag im Frankfurter Hauptbahnhof eine Nikolaus-Überraschung der Deutschen Bahn. Um 7:09 Uhr rollte ein ICE Richtung Amsterdam im Hauptbahnhof ein, voll besetzt mit 400 Weihnachtsmännern. Die strömten in den Bahnhof und verteilten Schoko-Weihnachtsmänner, während sich Stargast Max Mutzke dazwischen mischte und mit acht weiteren Sängern "Santa Clause is coming to town" sang. 

Die Aktion "Rentiere waren gestern" wurde von Kerstin Langer, Projektleiterin aus dem Marketing der DB Fernverkehr zusammen mit Pro Event, Heidelberger Agentur für Live-Kommunikation, sowie der Münchner Agenturgruppe Rückenwind entwickelt und organisiert. Die Produktion des Webfilms verantwortet Vogelsänger Film. Und die hatte danach nur neun Stunden Zeit, denn gegen 16 Uhr wurde das Video von der Aktion auf YouTube veröffentlicht und von der DB auf Facebook geteilt.

Die PR-Agentur Achtung analysierte die virale Wirkung in einer Kurzanalyse. Seeding fand demnach nicht statt. Bislang wurde das Video mehr als 111.000 mehr geklickt. Der Link auf Facebook wurde mehr als 1.500 mal geteilt. Die Resonanz im Social Web: Überwiegend positiv, vor allem das Ende mit dem Claim "Rentiere waren gestern. Die Bahn macht mobil." zahle direkt auf die Markenbotschaft ein, lobt Achtung. Wesentlich war demnach der Faktor Zeit. "Nikolaus ist nun einmal nur am 6. Dezember und daher war es entscheidend, das Video noch am selben Tag zu veröffentlichen. Nur so ließ sich die virale Verbreitung in einem derartigen Maße erreichen, für das dennoch kein Mediabudget für das Seeding nötig war", erklärt Agenturchef Mirko Kaminski.


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



3 Kommentare

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Anonymous User 11. Dezember 2012

viel zu aufgesetzt, viel zu viel, viel zu wenig echte Reaktionen der Menschen, viel zu viel Schauspiel, viel zu lang für eine Guerilla-ähnliche Aktion, viel zu teuer und aufwendig um wirklich sympathisch zu sein.
Peinlich.

Anonymous User 8. Dezember 2012

Toller Einfall. leider zu spät, idee geklaut, sonst naja.... ab Mitte Dezember, Fahrpreiserhöhung. Frohes Fest..... dummer Kunde

Anonymous User 7. Dezember 2012

Flashmob? Dieser Begriff wird mittlerweile inflationär für jede Art von "spontaner" Werbeveranstaltung benutzt. So etwas war und ist kein Flashmob sondern schlicht und einfach eine gezielte Werbeaktion. Punkt.

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