Fettes Plus bei Umsatz und Gewinn :
Ströer profitiert von Digitalzukäufen

Ein Plus von 45 Prozent beim Ebitda: Ströer als Neubesitzer von Interactive Media, OMS oder Statista wächst dank Online, Mobile und Out-of-Home.

Text: Petra Schwegler

Ein Plus von 45 Prozent beim Ebitda: Ströer als Neubesitzer von Interactive Media, OMS oder Statista wächst dank Online, Mobile und Out-of-Home.
Ein Plus von 45 Prozent beim Ebitda: Ströer als Neubesitzer von Interactive Media, OMS oder Statista wächst dank Online, Mobile und Out-of-Home.

Ströer, Kölner Außenwerber und größter deutscher Digitalvermarkter, wächst dank Übernahmen weiter kräftig. Dem Unternehmen, das unter anderem T-Online/Interactive Media von der Telekom gekauft hatte, kann zudem die Marge steigern. Der Umsatz sei im dritten Quartal um 39 Prozent auf 263,3 Millionen Euro gestiegen, teilt Ströer mit. Das organische Wachstum - also vor Übernahmeeffekten - habe 5,1 Prozent betragen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legt gar um 45 Prozent auf 62,9 Millionen Euro zu.

Udo Müller, Vorstandsvorsitzender von Ströer, gibt nun folgenden Ausblick:

"Unser Fokus liegt auf unseren organischen Wachstumschancen in den am stärksten wachsenden Medien-Segmenten Online, Mobile und Out-of-Home. Auf Basis der aktuell laufenden Jahresgespräche mit unseren wichtigsten Kunden und Agenturen erwarten wir auch für das kommende Jahr eine kontinuierlich erfolgreiche Geschäftsentwicklung."

Die Aktie hat indes im Jahresverlauf wegen Vorwürfen des Hedgefonds Muddy Waters, die Kennziffern für das Wachstum zu beschönigen, stark gelitten. Mit einem Minus von 30 Prozent ist das Papier seit Ende 2015 der größte Verlierer im MDax. Muddy Waters ist für kritische Berichte und Leerverkaufsempfehlungen bekannt. Leerverkäufer sind Spekulanten, die auf fallende Kurse wetten und damit Geld verdienen wollen. Die Telekom hält seit dem Verkauf von T-Online knapp 12 Prozent der Ströer-Aktien.