Studie: Digitale Mundpropaganda ineffektiv

Trotz großen Interesses an Word-of-Mouth-Marketing im Netz liegt die Effektivität digitaler Mundpropaganda noch zurück. Das sagt zumindest der Mundpropaganda Monitor von Trnd.

Text: Ralph-Bernhard Pfister

09. Dec. 2010

Empfehlungs-Marketing im Netz und digitale Mundpropaganda sind Trendthemen im Netz. In ihrer Effektivität stecken sie aber noch in den Kinderschuhen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der Mundpropaganda Monitor 2 von Trnd. Bei den Befragten schneidet die Offline-Variante deutlich besser ab. Das gilt sowohl bei der Frage, auf welchem Weg sie Erfahrungsberichte aus ihrem Bekanntenkreis erreicht haben als auch bei den Kanälen, die sie selbst verwenden würden.

So geben 82,5 Prozent der Befragten an, sich an persönlich überbrachte Empfehlungen zu erinnern, die digitalen Wege (Mail, Chat, Blog, Social Media) bringen es gesamt nur auf 4,6 Prozent. Sollten sie selbst Erlebnisse berichten, würde über ein Drittel dies offline tun. Rund ein Fünftel entscheidet sich für Social Networks, dahinter folgen Foren und Mails.

Trnd plädiert daher für Pragmatismus bei Word-of-Mouth-Marketing: Noch wird digitale Mundpropaganda schlechter erinnert als physische. Das heißt aber auch: Panik über einzelne negative Kommentare in Social Media ist nicht angesagt. Denn: das Social Web sei kein Kanal für Kommunikation, sondern eine Schnittstelle für Interaktion.


Autor:

Ralph Pfister
Ralph-Bernhard Pfister

Ralph Pfister ist Koordinator im Marketing-Ressort. Er schreibt hauptsächlich über digitales Marketing, digitale Themen und Branchen wie Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Sein Kaffeekonsum lässt sich nur in industriellen Mengen fassen. Für seine Bücher- und Comicbestände gilt das noch nicht ganz – aber er arbeitet dran.



0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit