Studie: Musikhören verlagert sich ins Internet

Die Internetnutzer gehen immer öfter online, um sich Musik anzuhören. Auch das Interesse an Abo- oder werbebasierten Musikdiensten wird steigen, besagt eine aktuelle Studie des Bundesverbands Musikindustrie.

Text: Anja Janotta

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Das Internet wird zunehmend zur Musik-Bühne: Immer mehr User nutzen das Web fürs Musikhören. Nach einer aktuellen Studie des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Marketing und Medien der Universität Hamburg macht das Streaming von Musik und Musikvideos mittlerweile knapp ein Fünftel des täglichen Zeitbudgets für das Musikhören aus. Am beliebtesten sind vor allem die Musikvideo-Portale und Webradios - sie erreichen einen Anteil von acht Prozent.

Noch aber haben sich Bezahl-Modelle noch nicht wirklich durchgesetzt: Abo-basierte oder werbefinanzierte Streaming-Services spielen laut Befragung mit einem Anteil von zwei Prozent des täglichen Musikkonsums in Deutschland bislang noch eine untergeordnete Rolle. Allerdings werde mit dem Markteintritt weiterer Streaming-Services zu Beginn dieses Jahres diese Musiknutzung aber in Zukunft deutlich an Fahrt aufnehmen, sagt BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke. "Die Streaming-Dienste eröffnen spannende neue Konsumwelten für Musik, die vor allem für digital affine und webaktive Menschen besonders attraktiv sind. Darüber hinaus bieten sie gerade auch denjenigen, die sich bislang häufig umsonst illegal mit Musik im Netz versorgt haben, eine Brücke zum legalen Musikkonsum im Internet."

Knapp die Hälfte der täglich gehörten Musik wird aus der eigenen Mediathek bezogen - 20 Prozent per Tonträger, 28 Prozent per digitaler Audiodatei. Das klassische Radio nimmt mit einem Anteil von 34 Prozent des täglichen Zeitbudgets zum Musikhören ebenfalls eine zentrale Rolle in der Musiknutzung der Deutschen ein.

Für die Studie wurden insgesamt  6.800 Teilnehmer online befragt.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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