Tagesspiegel.de testet Audio-Slideshow

Die "New York Times" hat es vorgemacht, der "Tagesspiegel" will das Format jetzt auch in Deutschland etablieren: Die Online-Serie „Nahaufnahme“ porträtiert ganz normale Berliner in Bild und Ton.

Text: Judith Pfannenmüller

04. Apr. 2011

Die Website tagesspiegel.de startet im Ressort Berlin die ersten vier Folgen einer Multimedia-Serie. Die Online-Porträts auf www.nahaufnahme-berlin.de zeigen ganz normale Berliner in Fotografien mit unterlegter Tonspur. 18 Schwarzweißfotos entstehen für eine zwei- bis dreiminütige Folge. Klickt der Nutzer das erste Foto an, beginnt die Show und die Porträtierten erzählen über ihr Leben, ihren Beruf oder ihre Leidenschaften.

Den Auftakt macht eine Berliner Tangotänzerin, ein Bestatter erzählt über seinen Beruf, eine Autotunerin über ihre Lust am Motoren-Frisieren. Vorbild ist „One in 8 Million“ - die Online-Porträtsammlung der "New York Times". 20 Folgen hat tagesspiegel.de zunächst produziert, jede Woche geht eine weitere online.

Ob die Serie weitergeführt wird, hängt von Erfolg und weiteren Finanzierungsmöglichkeiten ab. Der "Tagesspiegel" sucht noch einen Sponsor, der das Format online präsentieren könnte. Dies jedoch wird davon abhängen, welche Resonanz die Audioslideshow bei den Nutzern auslöst. In Deutschland nutzen wenige Onlinemedien wie FAZ.net , Sueddeutsche.de oder Stern.de gelegentlich solche Tonbildschauen. Ob sich die vergleichsweise aufwändigen Produktionen als regelmäßiges Onlineformat etablieren können, will tagesspiegel.de nun herausfinden.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist seit fast 17 Jahren als Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Und sie liebt die ständige Veränderung und Vielfalt in der Stadt. Ebenso bunt ist die Themenpalette, die sie bearbeitet – von Axel Springer über Klickbetrug und Wahlkampf bis Zalando. Ganz besonders interessiert sie sich für politische Kommunikation.



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