Twitterte sich Kramp-Karrenbauer zum Wahlsieg an der Saar?

Annegret Kramp-Karrenbauer wirkt nicht gerade wie ein Social-Media-Junkie. Aber mit authentischen Tweets und Gespür für die saarländische Zielgruppe ließ die CDU-Ministerpräsidenten ihren smarten Konkurrenten Heiko Maas ganz schön alt aussehen.

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26. Mar. 2012

"Auf Kneipentour in SLS. Zur Zeit Flashmob in Kneipe :-)" lautet ein Tweet von Annegret Kramp-Karrenbauer. Abgesandt hat ihn die neue und alte CDU-Ministerpräsidentin des Saarlandes am Abend vor ihrem Sieg bei der Landtagswahl. Wobei mit SLS wohl nicht der Flügeltürer aus dem Hause Mercedes gemeint sein dürfte, sondern das Städtchen Saarlouis. Was genau es mit dem Flashmob auf sich hatte und ob Kramp-Karrenbauer den Mob durch ihren Tweet noch befeuert hat, muss offen bleiben.

Klar ist, dass die Saarländerin mit dem Twitternamen A_K_K die sozialen Medien geschickt einzusetzen weiß. In ihren Tweets kommt sie stets authentisch rüber. Hier eine Auswahl: "Komme sobald es geht. Will mit euch feiern" zwitschert die 49-Jährige nach dem Wahlsieg in die Runde ihrer 1.646 Follower. Am heutigen Morgen um 5:30 Uhr dann: "Relativ schlaflos auf dem Weg nach Berlin. Vielen Dank für alle Glückwünsche per Twitter, Facebook, SMS, Telefon, Händedruck, Umarmung..." Das menschelt.

Weniger flink mit den Tasten ist ihr Konkurrent Heiko Maas von der Saar-SPD. Sein letzter Tweet stammt vom 19. Februar 2012: "Geht doch. Jetzt kriegen wir mal einen anständigen Präsidenten." heißt es da zwei Tage nach dem Rücktritt von Ex-Bundespräsident Christian Wulff. Damit bewegt er sich freilich ganz auf der Parteilinie. Keine Spur von den persönlichen Splittern, wie sie Kramp-Karrenbauer verbreitet.

Und wie steht es um die Piraten? Die Rabauken-Partei zieht mühelos in den Saarbrücker Landtag ein, lässt mit 7,4 Prozent der Wählerstimmen die Konkurrenz von den Grünen und der FDP weit hinter sich. Ihre Spitzenkandidatin Jasmin Maurer ist 22 Jahre jung und twittert nicht selbst. Ihre Partei der Bundespiraten hingegen sind da wesentlich fleißiger und treten per Twitter in intensiven Dialog mit ihren Anhängern.

Beispielsweise so: "28% ehemalige Nichtwähler haben im Saarland die Piraten gewählt", freuen sich die Basisdemokraten über ihren Saar-Erfolg. Woraufhin Follower Xiao Liu bemängelt: "hättet ihr nicht dann ca 10%?" (gemeint ist das Wahlergebnis). Die prompte Antwort der Piraten: "Sorry, war falsch ausgedrückt. 28% der Piratenwähler waren vorher Nichtwähler". Die Piraten interpretieren Bürgernähe natürlich digital.

Der große Verlierer an dem Abend ist bekanntlich die FDP. Sie fährt eine krachende Niederlage ein, nur 1,2 Prozent der Wähler stimmen für die Liberalen. Satte acht Prozent weniger als 2009. Liegt es am Umgang mit den sozialen Medien? Der kann zumindest als rege bezeichnet werden. Ein Beispiel: "Danke an alle Wähler und das FDP Team. Viel mehr war nicht drin, wie haben gekämpft" twittert FDP-Spitzenkandidat Oliver Luksic verschnupft, nachdem das vorläufige amtliche Endergebnis bekannt wird.

Vor der Wahl hat die FDP ihren Twitter-Account allerdings nur als verlängerten Wahlkampf-Arm eingesetzt: "THW Jugend in Furpach, Spiesen, Homburg, Püttlingen, Saarbrücken: unterwegs mit vielen fleißigen Liberalen vor Ort. Wir kämpfen", zwitschert Oliver Luksic noch am Tag vor der Wahl. Genutzt hat es ihm bekanntlich nicht.


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