Innovationspreis :
Vision Award: Die Preisträger 2016

Am 20. April wird der Vision Award zum zehnten Mal vergeben. Die fünf Preisträger decken ein breites Spektrum von Branchen ab, denen Innovation gut tut.

Bereits zum zehnten Mal wird in diesem Jahr der Vision Award vergeben. Der Preis, der innovative und mutige Ideen auszeichnet, geht in diesem Jahr an fünf Unternehmen. Das Spektrum der Preisträger ist breit: Das Berliner Startup Infarm bietet Indoor-Farming-Konzepte an. Der vertikale Anbau von Lebensmitteln in Räumen öffnet neue Wege für die Versorgung mit Lebensmitteln. Zusammen mit der Metro Group entwickeln die Berliner Konzepte wie den Kräutergarten, Europas erste Instore-Farm (in Berlin-Friedrichshain).

Kontextlab ist das Startup hinter dem Medienprojekt Der Kontext: Das Münchner Team des "interaktiven Hintergrundmagazins" will online in die Tiefe gehende, umfangreich auf Visualisierung und Hintergründe setzende Geschichten bringen - eine pro Monat. Ein Gegenmodell zur Informationsflut und -verflachung.

Ebenfalls eine Neugründung, wenn auch von erfahrenen Akteuren aufgesetzt: Q Division. Die Kupona-Tochter positioniert sich als Vermarkter von (anonymisierten) Nutzerdaten von Onlineshops und Portalen. Der Open Data Marketplace bietet Werbungtreibenden und Mediaagenturen die Möglichkeit, über diese Daten Displaykampagnen auszusteuern. Gegründet wurde Q Division von Melanie Vogelbacher (Kupona, zuvor Cocomore) und Gerald Banze (Ex-Mindshare).

Die 11-köpfige Jury des Vision Award vergab zudem zwei Sonderpreise: Der Vision Award Female Future (unterstützt von Cosmopolitan) geht an Tandemploy. Das Startup will mit seiner Plattform Menschen zusammenbringen, die sich als Team auf geteilte Job-Positionen bewerben. Und auch Arbeitgebern einen Zugang zu entsprechenden Jobsharing-Interessierten bieten. Ein Ansatz, der mutig versucht, die Flexibilisierung der Arbeitswelt zu unterstützen und voranzutreiben. Für die Auszeichnung war der Bezug zur Arbeitswelt aber nicht entscheidend, sondern Zufall. Von den Kandidaten in dieser Kategorie, nämlich Startups, die hauptsächlich von Gründerinnen vorangetrieben werden, war Tandemploy schlicht dasjenige, das die Jury am meisten überzeugt hat.

Zu guter Letzt geht ein Vision Award Social an Kiron. Das Berliner Startup ermöglicht Flüchtlingen ein kostenloses zweijähriges Online-Studium, flankiert von Offline-Maßnahmen wie Buddyprogrammen, Study Hubs und psychosozialer Beratung. Auf das Online-Studium kann anschließend ein Präsenzstudium bei Partner-Unis erfolgen, um einen anerkannten Bachelor-Abschluss zu erhalten.

"Die Entscheidungen der Jury zeigen ganz deutlich, dass Digitalisierung und digitale Transformation mit neuen, innovativen Geschäftsmodellen zukünftig nahezu alle Bereiche unserer Lebens- und Arbeitswelt verändern werden", sagt Ulrich Clef, Initiator des VisionAwards und Juryvorsitzender. "Unsere Award-Gewinner haben das Potenzial, einen nachhaltigen Beitrag für eine bessere Zukunft – für Smart Life and Work – zu leisten."

So lautet auch das Oberthema des Symposiums "Visionen: Menschen. Medien. Marketing", das am 20. April in München der Awardverleihung voran geht. Dort sprechen Experten über Themen wie Smart Mobility, Smart Food oder Smart Shopping. Die Startups präsentieren sich tagsüber, abends folgt die Award-Verleihung. Zu den Partnern der Awards zählen Publicis Pixelpark München, die Design Offices und die IHK.


Autor:

Ralph Pfister
Ralph-Bernhard Pfister

Ralph Pfister ist Koordinator am Desk der W&V. Wenn er nicht gerade koordiniert, schreibt er hauptsächlich über digitales Marketing, digitale Themen und Branchen wie Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Sein Kaffeekonsum lässt sich nur in industriellen Mengen fassen. Für seine Bücher- und Comicbestände gilt das noch nicht ganz – aber er arbeitet dran.



0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit