Unternehmenskultur :
Wework streicht Fleisch für die Mitarbeiter

Der Coworking-Anbieter Wework poliert sein Image: Bei allen Firmen-Events gibt es nur noch vegetarische Kost. Auch sonst ist Fleisch verpönt.

Text: Anja Janotta

Ein aktuelles Wework-Projekt am Berliner Hauptbahnhof.
Ein aktuelles Wework-Projekt am Berliner Hauptbahnhof.

Kein Fleisch mehr. Der Coworking-Anbieter Wework setzt seine Leute auf vegetarische Kost. Bei Firmenevents gibt es kein rotes Fleisch, kein Schwein und kein Huhn mehr. Fleischgerichte werden für die 6000 Angestellten nicht mehr subventioniert und können nicht mehr über Spesen abgerechnet werden. Auch beim kommenden Sommercamp wird die Speisekarte auf vegetarische Speisen umgestellt. Die Angestellten sollen so animiert werden, ihre Essensgewohnheiten umzustellen.

"Nach jüngsten Studien legen nahe, dass man als Inidividuum am meisten Umweltschäden dadurch verhindert, indem man auf den Fleisch verzichtet. Das hat mehr Effekt als auf ein Hybrid-Auto umzusteigen," zitiert "Adage" WeWork-Chef Kevin McKelvey, der sich in einer Email-Message an alle seine Angestellten gewandt hat. Mit Angestellten, die aus religiösen oder medizinischen Gründen zu einem anderen Essverhalten gezwungen seien, sollen in Gesprächen individuelle Alternativen erarbeitet werden.

Nicht nur in Sachen Fleisch versucht Wework verantwortungsvoller zu konsumieren, das Startup spendet übrig gebliebene Lebensmittel von Firmenevents für den guten Zweck und versucht zudem, Plastik zu vermeiden. Das fleischfreie Angebot, schreibt "AdAge" wird auch im "Honesty Market" zum Tragen kommen, einem Selbstbedienungs-Kiosk, der bereits an 400 Standorten eingesetzt wird.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.