Agentur-Überstunden: Die Verantwortung der Auftraggeber

Warum reden Markenartikler eigentlich immer nur über die Sozial-Standards ihrer Lieferanten? Achtung-Chef Mirko Kaminski findet, dass ein Blick hinter die Kulissen ihrer Agenturen auch nicht schaden könnte. 

Text: Markus Weber

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Konzerne überwachen heute zunehmend die Einhaltung sozialer Mindeststandards bei ihren Lieferanten aus der ganzen Welt. Das ist auch gut so, findet Achtung-Chef Mirko Kaminski. Der Chef der Hamburger Kommunikationsagentur wundert sich aber auch zugleich darüber, dass deutsche Unternehmen zwar auf die Arbeitsbedingungen bei Lieferanten aus Indien oder Pakistan schauen; doch wenn es um die Etatvergabe an heimische Agenturen geht, fragen die Einkäufer ausschließlich nach Preis und Leistung - und nicht etwa nach dem Anteil der Überstunden, nach dem durchschnittlichen Krankenstand oder der Mitarbeiterzufriedenheit. Warum eigentlich nicht? Kaminski hat den Einkäufer eines deutschen Großkonzerns vor kurzem darauf angesprochen...

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Mirko Kaminski mit dem Thema Arbeitsbedingungen in Agenturen oder mit der Beziehung zwischen Agenturen und ihren (potenziellen) Auftraggebern an die Öffentlichkeit wendet. Am meisten Aufsehen erregte er vor rund einem Jahr mit seiner öffentlichen Pitch-Absage via Youtube ("Wissen Sie was, da mache ich nicht mit").


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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