Der Deutsche Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bremst die Euphorie der Beschäftigten allerdings ein wenig. ”Wir haben auch gemerkt, dass wir vieles doch mobil erledigen können, was wir bis dahin nicht für denkbar gehalten haben“, räumte DIHK-Präsident Eric Schweitzer ein. ”Allerdings dürfen wir uns nicht der Illusion hingeben, unser komplettes Wirtschaftsleben von Zuhause aus erledigen zu können“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. ”Die meisten Unternehmen lassen sich auf Dauer nicht vom Rechner aus steuern.“

Das sind die Negativpunkte im Homeoffice

Die Flexibilität im Homeoffice hat auch der DAK zufolge Nachteile. Denn fast jeder Zweite vermisst laut der Studie die klare Trennung zwischen Job und Privatleben. Bei den 18- bis 29-Jährigen bemängelt das sogar eine Mehrheit von 52 Prozent. Drei Viertel der Befragten fehlt zudem der direkte Kontakt zu den Kollegen. Eine Untersuchung der Universität Koblenz hatte kürzlich sogar ergeben, dass sich jeder Fünfte im Homeoffice einsam und sozial isoliert fühlt.

Die Bilanz der DAK fällt daher auch etwas gemischt aus. ”Von zu Hause aus zu arbeiten, senkt nicht nur die Ansteckungsgefahr vor Virusinfektionen, sondern zahlt sich auch für das seelische Gleichgewicht aus“, sagte Storm. Die positiven Erkenntnisse müsse man für die Zukunft nutzen - ”ohne die negativen Aspekte des Homeoffice zu übergehen, die es ebenfalls gibt“.

Tatsächlich dürfte das Homeoffice die Corona-Krise überdauern - nicht nur wegen der positiven Erfahrungen vieler Beschäftigten. Nach einer Befragung des Münchner Ifo-Instituts gehen auch 54 Prozent der Unternehmen davon aus, dass diese Arbeitsform dauerhaft zunimmt. Trotz aller Skepsis rechnet auch DIHK-Präsident Schweitzer damit, dass sich die Arbeitswelt in diesem Bereich verändert: ”Wir werden nicht wieder in die Zeit von vor Corona zurückkehren.“

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Axel Hofmann, dpa

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