Jobs 2035 :
Kernqualifikationen der Zukunft: Selbstmanagement und lebenslanges Lernen

Arbeitsaufgaben werden immer komplexer, die Anforderungen an Mitarbeiter immer höher. Was die industrielle Revolution 4.0 uns abverlangt.

Text: Yvonne Göpfert

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Mit der Digitalisierung unserer Arbeitswelt verändern sich auch die Anforderungen an die Mitarbeiter schneller denn je. "Für die industrielle Revolution 4.0 brauchen wir neben IT-Fachkenntnissen insbesondere menschliche Schlüsselqualifikationen wie Kreativität, Empathie und nicht-lineares Denken" sagt Lucia Falkenberg, Personalchefin und Leiterin der Kompetenzgruppe New Work im Eco-Verband der Internetwirtschaft e. V

Lebenslanges Lernen ist Pflicht

Wer sein Unternehmen heute digitalisiert, hat andere Anforderungen an die Mitarbeiter und braucht andere Mitarbeiter als vor zehn Jahren. Doch da sich die Belegschaft schlecht alle paar Jahre austauschen lässt, nur weil sich die Jobanforderungen schon wieder geändert haben, muss sich ein Unternehmen ergo Mitarbeiter suchen, die sich stetig weiterentwickeln und bereit sind zu lebenslangem Lernen. Dabei müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer bewusst sein, dass die Aufgaben immer komplexer werden, denn einfache Aufgaben werden automatisiert und übrig bleiben anspruchsvolle Tätigkeiten, die nur schwer automatisierbar sind.

Diese Dynamik der Veränderungsprozesse verlangt immer stärker nach Weiterbildungen, Umschulungen oder betrieblichen Fortbildungen. "Das prägt auch die heutigen Karrieremodelle. Die verlaufen immer seltener linear und verlangen ständige Weiterqualifikation", sagt Lucia Falkenberg. Wenn Führungskräfte und Mitarbeiter die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens erkennen, dann schaffen sie eine lernende Organisation – also ein Unternehmen, das Mitarbeitern persönliche Weiterentwicklung ermöglicht. "Das ist ein wichtiges Element einer Corporate Social Responsibility (CSR)-Strategie. Unternehmen wirtschaften damit nachhaltiger und sichern ihre Wettbewerbsfähigkeit."

Neue Arbeitsplätze dank Robotik und KI

In der Industrie 4.0 verschmelzen traditionelle und digitale Bereiche, die bislang kaum Berührungspunkte hatten. Kernqualifikationen für die Zukunft sind daher Selbstmanagement, die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen und Offenheit gegenüber neuen Technologien. „Künstliche Intelligenz, Robotik, Biotechnologie und maschinelles Lernen sind nur einige der Entwicklungen, die die Geschäftsmodelle von Unternehmen und die Arbeit und Zusammenarbeit der Menschen verändern werden“, betont Lucia Falkenberg. Die Folgen: "65 Prozent unserer Kinder werden 2035 in Berufen arbeiten, die es heute in dieser Form noch gar nicht gibt. Es entstehen viele neue Arbeitsplätze, von denen wir uns heute noch keine Vorstellung machen können – dies hat uns die Geschichte der Industrialisierung gelehrt", schätzt Marcus K. Reif, HR-Experte und Chief People Officer der Personal- und Managementberatung Kienbaum.

Arbeitgeber im Eco-Verband, die sich auf die veränderte Arbeitsbedingungen einstellen und sich in besonderer Form für ihre Mitarbeiter engagieren, haben die Möglichkeit sich auf der Plattform http://www.csr-jobs.de zu präsentieren und so neue Mitarbeiter zu rekrutieren.


Autor:

Yvonne Göpfert
Yvonne Göpfert

ist Expertin für digitales Marketing und Multichannel-Commerce. Sie liebt VR, AR und ein bisschen auch KI und probiert aus, was die neuen Technologien so leisten. Zum Stressausgleich beschäftigt sie sich ganz analog mit Kräutern. Und mischt sie zu Tinkturen, Hustensirup oder leckeren Kochrezepten.



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