Studie Forschungsgruppe Wahlen :
Online-Nutzung: Warum der Graben zwischen jung und alt erhalten bleibt

Bei den Bundesbürgern bis 49 Jahren verwischen langsam die Unterschiede im Umgang mit dem Internet: Sie sind fast alle online. Anders sieht es bei den Älteren aus.

Text: Uli Busch

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Mittlerweile sind fast alle Deutschen bis 49 Jahre online. Wie die Forschungsgruppe Wahlen in ihrem Internet-Nutzungsbericht für das dritte Quartal 2012 feststellt, verwischen die alterspezifischen Unterschiede im Umgang mit dem Internet bei den Bundesbürgern, erheblich sind sie nur noch bei Bürgern unter und über 50 Jahren. 98 Prozent der 18- bis 24-Jährigen waren von Juli bis September online, 100 Prozent der 25-bis 29-Jährigen, 97 Prozent der 30-bis 39 Jährigen und 94 Prozent der 40-bis 49-Jährigen. Ab 50 Jahre trauen sich dann weniger Bürger ins Netz: Bei den 50-bis 59-Jährigen lag der Anteil bei 83 Prozent, bei den über 60-Jährigen dann nur noch bei 43 Prozent. In dieser Altersgruppe haben vor allem die Frauen noch große Berührungsängste mit dem Internet. Über alle Bundesbürger hinweg sind mittlerweile 76 Prozent online.

Fast ein Drittel der User haben dabei im dritten Quartal mehr als zehn Stunden pro Woche online verbracht, 46 Prozent waren zwischen drei und zehn Stunden im Internet unterwegs. Männer nutzen dabei das Netz zeitintensiver als Frauen. Die Studie untersucht auch, wie groß der Anteil der Internet-Nutzer bei den Anhängern der unterschiedlichen politischen Parteien variiert. Überraschungsfrei finden sich die meisten Onliner unter den Piraten-Anhängern (94 Prozent). Es folgen die der Grünen (92 Prozent) und dann mit etwas Abstand, die der FDP (77 Prozent). Den geringsten Anteil weisen die Anhänger der Linken (72 Prozent) auf, aber auch bei CDU/CSU- sowie SPD-Anhängern lag der Onliner-Anteil im dritten Quartal 2012 mit jeweils 75 Prozent noch unter dem bundesweitem Durchschnitt.


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