Typische Berufsbilder sind beispielsweise der E-Trade Manager, der CRM Manager oder der Social Media Manager. Doch auch hier sind die Bereiche nicht mehr trennbar, die Grenzen fließend. CRM funktioniert nicht ohne Social Media Approach und im E-Trade ist SEO und Paid Advertising unverzichtbar, um nur zwei Beispiele zu nennen. Aus diesem Grund arbeiten bei Philips auch alle Digitalexperten in einem Team.

Zur täglichen Praxis gehört im übrigen auch die Bereitschaft, sich kontinuierlich fortzubilden. Denn wir verstehen uns bei Philips als die Keimzelle der Digitalisierung und müssen deshalb genau wissen, wohin die Reise geht. Alle unsere Mitarbeiter sind bei der Digitalen Transformation Botschafter im eigenen Unternehmen.

 

Was sind die größten Herausforderungen für Sie dabei, diese Kandidaten zu finden?

Es ist ja kein Geheimnis, dass sich gut ausgebildete Kandidaten die Angebote inzwischen aussuchen können. Doch wir sind ein gefragter Arbeitgeber. Denn bei Philips erwartet die Kandidaten eine renommierte internationale Marke mit vielfältigen Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten, ein attraktiver Standort und die Tatsache, dass unser Unternehmen bei der Digitalisierung eine Vorreiterrolle spielt. Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Angebote sind längst eine Selbstverständlichkeit. Ich denke, wir können beim Kampf um die Talente sehr gute Rahmenbedingungen bieten.

 

Wie haben Sie Recruiting und Personalmarketing verändert, um auf die höhere Schwierigkeit bei der Kandidatensuche einzugehen?

Es reicht heute nicht mehr aus, Recruiter damit zu beauftragen, den Markt zu scannen. Philips muss als Arbeitgebermarke selbst permanent präsent sein, seine spannende Unternehmensstory immer wieder neu erzählen, den Dialog mit potenziellen Kandidaten pflegen und seine aktive Rolle bei der Digitalisierung unterstreichen.

 

Was tun Sie, um die Kandidaten, die bei Ihnen neu angeheuert haben, dann auch zu halten?

Wir bieten ihnen große Freiheiten, vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und eine kontinuierliche Fortbildung, die bei dem hohen Tempo der Digitalisierung überlebenswichtig ist. Und natürlich alle Vorteile eines großen internationalen Konzerns.

 

Wie sieht das On-Boarding aus, wie oft gibt es Feedback-Gespräche? Welche internen Qualifizierungsmaßnahmen gibt es?

Neben dem kontinuierlichen Feedback jeden Tag findet ein standardisierter Feedback-Gespräch-Prozess bei uns zweimal im Jahr statt. Unsere Philips University arbeitet für unsere Mitarbeiter maßgeschneiderte, individuelle Programme zur ganz persönlichen Weiterbildung aus.

 

Kantine, Kita, Kletterwand - welche Benefits werden heute fast als selbstverständlich angesehen? Und welche bieten Sie zusätzlich?

Hier möchte ich stellvertretend für verschiedene Maßnahmen unser Mutter-Kind-Büro nennen. Wenn die Tagesbetreuung einmal ausfällt oder die Oma krank ist, haben wir für die Mütter eigene Büros, in denen sie ihr Kind mitbringen können.

 

Wie hat sich die Unternehmenskultur in den letzten Jahren verändert? 

Die Unternehmenskultur hat sich unglaublich verändert und wir bei Philips mit ihr. Seit unserem Umzug ins neue Headquarter in Hamburg pflegen wir beispielsweise ganz andere Formen der Zusammenarbeit. Wir arbeiten in agilen Clouds nur noch projektbezogen zusammen. Feste Arbeitsplätze gibt es nicht mehr, je nach Aufgabe formieren sich die Teams neu. Wir haben keine Türschilder, keine Vorzimmer, auch keine Telefonfestnetzanschlüsse, jeder benutzt ein Handy. Und im ganzen Haus bieten wir inspirierend designte Nischen, um entweder ungestört zu arbeiten oder mit anderen Kollegen Besprechungen durchzuführen. Dies alles hat natürlich Auswirkungen auf die Work-Life-Balance. Denn von der hohen Flexibilität im Job profitiert auch die Gestaltung des Privatlebens.


Autor:

Ralph Pfister
Ralph-Bernhard Pfister

Ralph Pfister ist Koordinator am Desk der W&V. Wenn er nicht gerade koordiniert, schreibt er hauptsächlich über digitales Marketing, digitale Themen und Branchen wie Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Sein Kaffeekonsum lässt sich nur in industriellen Mengen fassen. Für seine Bücher- und Comicbestände gilt das noch nicht ganz – aber er arbeitet dran.