9Live sei nach den Veränderungen durch die Gewinnspielsatzung ein Modell, mit dem man leben könne, aber es sei "kein attraktives Leben", hat ProSiebenSat.1-CEO Thomas Ebeling zuletzt bei Präsentation der Jahreszahlen 2010 Anfang März offen zugegeben. Es gebe "keine attraktive Wachstumsstrategie", so der Konzernchef im März. Damals hat Ebeling zwei Optionen in Aussicht gestellt: Optimieren oder die Frequenz neu aufstellen. In Teilen hat die TV-AG mit den Vorarbeiten schon in den vergangenen Monaten begonnen.

Schon länger wird spekuliert, dass der Frauensender Sixx, der ebenfalls zum Unternehmen gehört, 9Live-Plätze in diversen Kabelnetzen übernehmen könnte; diesen Zusammenhang hat ProSiebenSat.1 stets bestritten. Denkbar ist aber auch eine andere Variante: Sixx-Chefin Katja Hofem-Best verantwortet mittlerweile auch das sogenannte New Channel Developement in der TV-Holding. Sprich: Sie soll Konzepte für neue Kanäle entwickeln. Und die bräuchten dann eine Frequenz. Der TV-Konzern sieht noch Platz für weitere Kanäle, sowohl im Free- als auch im Pay-TV. "Wir denken in allen Märkten über neue Sender nach", so Ebeling zuletzt Anfang März.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.