Firmen sollten deshalb die Kreativen schon während der Produkt-Entwicklung einbeziehen, empfiehlt der ADC-Präsident und "Produkte aus der Kommunikation heraus entwickeln". „Aus Insights, wie Menschen mit Technik interagieren." Meist würden aber Kreative erst geholt, "um Fehler eines Produkts mit einer netten Kampagne zu übertünchen".

"German Angst" ist im Zeitalter der Digitalisierung hinderlich

Mut ist das zentrale Thema der zweiten Gemeinschaftsveranstaltung der fünf Großverlage Axel Springer, Gruner + Jahr, Funke, Burda und Bauer im Frankfurter Palais. Ein Thema, zu dem auch der FDP-Vorsitzende Christian Lindner Ähnliches zu sagen hat. Die "German Angst" sei im hoch beschleunigten Zeitalter der Digitalisierung hinderlich, findet Lindner.

Er habe "Angst, dass wir die Chancen der Digitalisierung vor lauter Ängstlichkeit nicht nutzen". Lindner kritisierte den schleppenden Ausbau mit Glasfaserkabeln. "Unsere Kupferkabel werden spätestens beim Internet der Dinge nicht mehr ausreichen". Auch Lindner sieht ein "Mentalitätsproblem". Dies zeige sich, dass hierzulande die meisten Wissenschaftler eine Universitätskarriere anstrebten. "In den USA wollen die Spitzenwissenschaftler Unternehmer werden, bei uns Beamte."



Thomas Nötting
Autor: Thomas Nötting

ist Leitender Redakteur bei W&V. Er schreibt vor allem über die Themen Medienwirtschaft, Media und Digitalisierung.