ARD-Programm: "Wissen vor 8“ muss Gottschalk weichen

Für das neue TV-Format von Thomas Gottschalk, das künftig von Montag bis Donnerstag ausgestrahlt wird, muss nicht nur die Daily Soap "Verbotene Liebe" um zwölf Minuten gekürzt werden, sondern auch die Vorabend-Sendung "Wissen vor acht" aus dem Programm genommen werden. Sie wird künftig nur noch freitags zu sehen sein.

Text: Lisa Priller-Gebhardt

Die Vorbereitungen für das neue tägliche TV-Format mit Thomas Gottschalk in der ARD - das voraussichtlich den Titel "Gottschalk live" tragen wird - laufen auf Hochtouren. Der Moderator soll derzeit bereits ein Team für die Sendung zusammenstellen. Es soll angeblich in Berlin sitzen und an die Produktionsfirma Grundy Light Entertainment angedockt sein.

Dort entwickelt man nach Informationen des Branchendienstes "Kontakter" (Ausgabe Nr. 42/2011, EVT: 17.10.) bereits einen Piloten für die Sendung. Er wird voraussichtlich im Dezember, spätestens aber Anfang Januar ARD-intern vorgestellt. Um dem bekannten TV-Moderator, der von Montag bis Donnerstag täglich senden soll, genug Platz einzuräumen, muss nach Kontakter-Informationen nicht nur die Daily Soap "Verbotene Liebe" um zwölf Minuten gekürzt werden. Dem neuen Projekt soll auch die Vorabend-Sendung "Wissen vor acht" weichen und künftig nur noch freitags laufen. Ob es dann die klassische Version mit Ranga Yogeshwar betrifft, die "Wissen vor 8 – Werkstatt" mit Vince Ebert oder "Wissen vor 8 – Zukunft" mit Anja Reschke, ist noch nicht bekannt.

Die ARD will diese Informationen nicht kommentieren. Man befinde sich noch in der Beratungs- und Planungsphase. Klar ist jedoch, dass Gottschalk zwischen 25 und 30 Minuten täglich senden soll, und diese müssen an anderer Stelle abgezwackt werden. Die ARD plant, das neue Format am 23. Januar an den Start zu schicken. Gerätselt wird weiterhin, ob Gottschalk zusätzlich als Produzent mit an Bord kommt. In den letzten Monaten tauchten immer wieder Gerüchte auf, er werde nicht nur als Moderator, sondern auch als Produzent dabei sein.


Autor:

Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

schreibt als Autorin überwiegend für W&V. Im Zentrum ihrer Berichterstattung steht die geschwätzigste aller Branchen, die der Medien. Nach der Ausbildung an der Burda Journalistenschule schrieb sie zunächst für Bunte und das Jugendmagazin der SZ, Jetzt. Am liebsten sind ihr Geschichten der Marke „heiß und fettig“.