Gegen Daten-Schnüffler :
Auftritt Cliqz: Burdas Browser mit Suchmaschine und Tracking-Bremse

Burda hat viel Geld in Cliqz investiert - in einen Browser für Nutzer, die Tracker auf Abstand halten wollen.

Burda will Google, Facebook und Co. mit einem Browser mit integrierter Suchmaschine und Tracking-Bremse Paroli bieten. Der Browser Cliqz halte Daten-"Schnüffler" unter Kontrolle, sagte Geschäftsführer Marc Al-Hames am Dienstag in München: "Alles was der Nutzer macht, alle persönlichen Daten bleiben unter seiner Kontrolle und in seinem Besitz."

Zum einen sei die Suche mit Cliqz schneller, weil beim Eintippen eines Wortes in die Browser-Zeile schon drei konkrete Websites vorgeschlagen würden, die direkt angeklickt werden könnten. Der Nutzer spare sich ein paar Klicks und Werbung, sagte Al-Hames. Zum anderen mache es der Browser Trackern unmöglich, die Nutzer anhand ihrer Daten persönlich zu identifizieren und ihre Aktivitäten im Netz zu verfolgen.

Drei von vier Websites gäben Daten an Tracker weiter. Wer seine Facebook-Seite und dann zum Beispiel eine Porno-Seite anschaue, habe Dutzende Tracker als Zuschauer, die seinen Weg durchs Netz verfolgten. "Wir schneiden ihre persönlichen Daten automatisiert raus", sagte Cliqz-Gründer Jean-Paul Schmetz. Cliqz trenne die Daten über Suchen von den Daten über Website-Besuche und lasse keine Session-Auswertungen zu. Zum Auftakt hat das neue Team gleich eine Studie zum Thema präsentiert:

Hubert Burda Media habe sehr viel Geld in Cliqz investiert, sagte Vorstandschef Paul-Bernhard Kallen. Ob und wie damit Geld zu verdienen sei, sei für den Konzern noch offen.


4 Kommentare

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Anonymous User 9. März 2016

BURDA vertrauen?

Anonymous User 9. März 2016

"Suchen im Browser" als ein primäres USP? Drei Vorschläge? Tracking verhindern? Wo ist jetzt die Innovation?

"CLIQZ" ... Ist ein Z jetzt wieder c0oL? Selbstbeschreibung "Internet neu erfinden". Kommt irgendwie alles ein wenig lächerlich daher.

Anonymous User 9. März 2016

Es ist unterhaltsam, wenn Verlage so wie hier versuchen, den Kuchen anders zu teilen. Dabei würde nur eine andere Form der Werbung (bedarfsgesteuert) etwas bringen. Das Prinzip und die Methode gibt es bereits. Aber keiner ist bereit es anzuwenden. Mit einem Burda-Suggest geht es jedenfalls nicht.

Anonymous User 9. März 2016

So eine Heuchelei. 2013 noch gegen die EU-Datenschutzverordnung mit der Lobby vorgehen und jetzt das hier. Die sind doch bloß angenervt weil sie nicht die Daten haben. Siehe https://netzpolitik.org/2013/lobbyismus-im-koalitionsvertrag-verleger-verwaessern-passagen-zum-datenschutz/

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