In einem internen Pitch aus mehr als 30 Ideen der Partnersender hat RTL Creation das Rennen gemacht. Ferdie soll - nach dem britischen Vorbild des Thinkbox-Kulthundes Harvey - möglichst breit präsent sein. Eine Präsenz bei Facebook und eine Website sind schon geplant, TV-Auftritte in den Programmen des Screenforce-Verbundes sind denkbar. "Ferdie darf überall hin", ist erst einmal das Motto. Die Zielgruppe des Werbebotschafters ist entsprechend weit gefasst - von Kunden über Mediaagenturen bis zum Publikum, Produzenten und Werbeagenturen. Der Sympathieträger Ferdie hat ergo eine große Mission.

Krapf ist wichtig, dass trotz aller Bekenntnisse zu Bewegtbild auf allen Bildschirmen "das Fernsehen auch in der neuen Multiscreen-Realität weiterhin im Mittelpunkt steht". Daher trage auch der neue Namen Screenforce die Ergänzung mit dem Claim The Magic of TV. Krapf weiter: Die Funktion des Fernsehens als Treiber für die digitalen Plattformen, als Impulsgeber für die Online-Aktivitäten wie Search und Online-Kauf mache das Medium TV "so einzigartig". Darüber hinaus zeige sich, dass das Fernsehen von allen Medien "den stärksten Einfluss auf die Alltagskommunikation der Menschen über Produkte" hat.

Bei der effizienten Mundpropaganda sieht Screenforce also das Medium TV in erster Reihe. Belegen will die Gattungsinitiative dies mit der Studie "Screenlife 2015: TV als Motor von Web Traffic und Word of Mouth", durchgeführt von Christian Rietz, Professor an der Uni Köln und Geschäftsführer von GUX – Gesellschaft für User Experience. Konzept: Die Analyse untersucht auf Basis von 30 Marken und 65 Mess-Zeitpunkten den Zusammenhang von Werbeinvestitionen in Fernsehen – auch im Media Mix mit Print, Radio und Out-of-Home – und der Wirkung auf die Gespräche über Marken in der Familie und mit Freunden (Word of Mouth). Heraus kommt: "Ein Großteil der Suchanfragen bei Google wird von Fernsehwerbung angestoßen – bei einzelnen Marken sind es bis zu 63 Prozent", wie es heißt. Die Gespräche in der Familie oder mit Freunden über Produkte werden demnach "sehr stark" von klassischer Werbung beeinflusst. Und: "Vor allem TV-Werbung stimuliert das Gespräch über Marken, aber auch die Kombination mit anderen Medien ist sehr wirksam. Dagegen ist der Einfluss von Social Media auf Word of Mouth der Studie zu Folge deutlich geringer als häufig angenommen", resümiert das Forscherteam.

Insgesamt haben auf dem TV-Wirkungstag 2015 – oder besser: Screenforce Day 2015 - neun Referenten ihre Ergebnisse präsentiert. Neben der Gattungsstudie stehen dabei vor allem Themen wie Markenführung, internationale Programmtrends, Markenkommunikation in Sozialen Netzwerken und die Zukunft von Fernsehen und Bewegtbild im Mittelpunkt. Mehr Besucher denn je - über 1400 Gäste – informieren sich in diesem Jahr beim zentralen Event der TV-Branche in Düsseldorf. Übrigens: Im kommenden Jahr will Screenforce das Event fernab der Programmmesse MipTV veranstalten, und nicht mehr parallel. Dem Inhalteaspekt wird dann auch der Screenforce Day mehr Rechnung tragen.

Alle Vorträge des Screenforce Day stehen zeitnah unter www.screenforce.de bereit.

W&V ist auch in diesem Jahr Medienpartner des TV-Wirkungstages. Pardon: Medienpartner beim Screenforce Day.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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