LfM NRW :
Bewerber für UKW in NRW: Selbst RauteMusik und Ströer wollen funken

Insgesamt zwölf Radiounternehmen haben sich fristgerecht um die begehrten UKW-Frequenzen in NRW beworben. Eine 13. Bewerbung liegt indes vor ...

Text: Petra Schwegler

Elf freie UKW-Frequenzen in NRW mit Aussicht auf weitere Kapazitäten? Das wollte sich das Who-is-Who der Radiobranche nicht entgehen lassen, wie aus einer Mitteilung der zuständigen Düsseldorfer Medienanstalt LfM NRW hervor geht: "Insgesamt zwölf Radiounternehmen haben sich mit 13 Angeboten fristgerecht um die freien UKW-Frequenzen beworben", heißt es von Seiten der Medienwächter am Dienstagabend.

Auf der Liste befinden sich nun bekannte Namen wie Radio FFN, Klassik Radio oder das türkischsprachige Metropol FM der Medien-Union-Radiotochter Moira mit Plänen für ein NRW-Radio. Ebenso unter den Bewerbern vertreten: junge bundesweit platzierte Funkmarken wie Big FM, Sunshine Live, Energy und Radio Teddy oder das bayerische EgoFM von Studio Gong. Hinzu kommen die NRW-Anbieter Domradio und Das neue Hitradio.

Interessant: das Düsseldorfer Projekt DeinFM für ein junges Verlegerradio - und NowFM. Hier wollen die Oschmann-Gruppe, die Norform Medien mit Ulrich Gathmann und Frank Otto, die Radioholding Regiocast, die Kölner Ströer Sales & Services, wo die Ex-AS&S-Radio-Managerin Esther Raff wirkt, und RauteMusik ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Die Aachener Webradiospezialisten drängen nach ihrem starken Abschneiden in der ersten MA IP Audio ins gute alte UKW.

Mit Blick auf die Liste fehlt indes die FFH-Familie, die vergangene Woche noch das Vorhaben einer NRW-Variante des jungen Ablegers Planet Radio verkündete. Nach Rückfragen bei FFH-Boss Hans-Dieter Hillmoth steht fest: Planet Radio hat eine Bewerbung abgesendet, die Frage der zeitgemäßen Ankunft bei der Medienanstalt wird derzeit noch geklärt.

Die LfM werde die Bewerbungen sorgfältig prüfen, so dass eine zügige Beratung möglich sei, heißt es. Wer den Zuschlag bekommen soll, will die Medienkommission voraussichtlich nach der Sommerpause entscheiden. Im kommenden Jahr wird der Gewinner weitere frei werdende BFBS-Frequenzen nutzen können, so dass die bis dahin lückhafte UKW-Kette im zweiten Schritt fast ganz NRW abdecken wird.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.