Strategie :
Burda-Vermarkter BCN steht vor dem Umbau

Weil die Anzeigenmärkte weiter unter Druck geraten, will Burda-Chef Philipp Welte Werbekunden stärker umgarnen. Der Burda-Vermarkter BCN steht dem Vernehmen nach vor dem Umbau. Verschiedene Szenarien werden durchgespielt.

Text: Lisa Priller-Gebhardt

Vor mehr als fünf Jahren baute Burda-Vorstand Philipp Welte den Vermarkter Burda Community Network (BCN) um. Als Teil des von ihm ausgerufenen Change-Programms richtete der Manager die Einheit organisatorisch komplett neu aus. Seither betreut das BCN seine mehr als 3000 Werbekunden zentral von München aus, die Mediaagenturen hingegen dezentral durch vier Standorte.

Jetzt  steht das BCN, das von Andreas Schilling gesteuert wird, nach "Kontakter"-Informationen erneut vor einem Umbau. Auf dem Prüfstand steht die für den Vermarktungserfolg wichtige Kundenbetreuung, die das Unternehmen neudeutsch als Client Services tituliert. "Ziel derzeitiger Überlegungen ist es, die Kundenbetreuung – eine der traditionell großen Stärken von Burda – weiterzuentwickeln, also vom Kunden aus auf uns zu schauen und zu überlegen, wie wir diese Stärke ausbauen können", erklärt ein Burda-Sprecher. Nähere Einzelheiten hierzu will er aber nicht nennen.

Eine Entscheidung, wie das BCN ausgerichtet werden soll, ist aktuell noch nicht gefallen. Eine radikale Neuausrichtung, etwa mit der Rückkehr zu einem Anzeigenleiter-Modell, soll es aber wohl nicht geben. (gl/lip/tn/fze)

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Autor:

Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

schreibt als Autorin überwiegend für W&V. Im Zentrum ihrer Berichterstattung steht die geschwätzigste aller Branchen, die der Medien. Nach der Ausbildung an der Burda Journalistenschule schrieb sie zunächst für Bunte und das Jugendmagazin der SZ, Jetzt. Am liebsten sind ihr Geschichten der Marke „heiß und fettig“.