Ergaunerte Goldene Kamera :
"Circus Halligalli" klärt auf: Das steckte hinter #GoslingGate

Die Goldene Kamera für den falschen Ryan Gosling wollen die ProSieben-Moderatoren Joko & Klaas behalten. Auch das enthüllten sie bei "Circus Halligalli". 

Text: Petra Schwegler

So sah das Gosling-Double auf der Bühne und auf der Einladung zur ProSieben-Enthüllungsshow aus ...
So sah das Gosling-Double auf der Bühne und auf der Einladung zur ProSieben-Enthüllungsshow aus ...

Zuerst einmal: Die ProSieben-Comedians Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf wollen die von einem Ryan-Gosling-Doppelgänger eingeheimste Goldene Kamera nicht zurückzugeben. "Wir haben einen neuen Weg gefunden, wie man Preise gewinnen kann", sagte Winterscheidt in "Circus HalliGalli" am Dienstagabend. 

Dann lösten die beiden das Rätsel auf, wie ein Double des Hollywood-Stars am vergangenen Samstag die Goldene Kamera in der live vom ZDF übertragenen Gala entgegennehmen und damit die Messehalle verlassen konnte: Für den Doppelgänger-Streich erfand das Team vor sechs Wochen eine Agentur, die auf ihrer eigens erstellten Internetseite angab, Hollywood-Stars an TV-Shows zu vermitteln. Per Rundmail informierte die angebliche Agentur Anfang Februar, dass der "La La Land"-Star Gosling Anfang März für einen Werbedreh in Hamburg sei - zufällig am Tag der Preisverleihung.

90 Sekunden später hätten bereits die Macher der Goldenen Kamera angerufen und Interesse gezeigt, hieß es in dem Einspielfilm. In der ProSieben-Sendung zeigten Joko und Klaas, wie Gosling-Double Ludwig Lehner - ein Koch aus München - mit großem Gefolge zu der Veranstaltung anreiste, um unerkannt zu bleiben. Nachdem er den Preis tatsächlich entgegennehmen konnte, ohne dass Mitarbeiter stutzig wurden, flüchtete der verkleidete Koch mit seiner Entourage und dem Preis in der Hand aus der Halle.

Die Auflösung von #GoslingGate ist im Netz zu sehen

Natürlich zelebrierten Joko & Klaas ihren Scoop, der von ihnen im Netz rege verbreitet wird:

Bei der Sendung am Dienstagabend war Lehner zu Gast:

"In erster Linie wollten wir die Goldene Kamera bekommen, die haben wir jetzt", kommentierte Klaas. Die Organisatoren der Funke Mediengruppe kündigten allerdings an, die "gestohlene" Kamera zurückzufordern.

Für ProSieben hat sich die freche Aktion gelohnt: Am Mittwochmorgen kann der Münchner Privatsender "sehr gute" 11,4 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen verkünden. Damit erreicht die Folge den besten Wert der neunten und letzten Staffel. Im Anschluss kann auch die Buddy-Serie "Jerks" zulegen: Folge 6 der Serie mit Fahri Yardim und Christian Ulmen holt 13,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.