Crossmedia-Krimi: Auch der "Tatort" entdeckt das Ermitteln im Internet

Die Kombi aus TV- und Online-Ermittlung macht Schule: Nun sollen auch bei einem "Tatort" in der ARD erstmals das Knobeln im Internet weitergehen - ein Crossmedia-Krimi im Ersten.

Text: Petra Schwegler

08. Mar. 2012

Das ZDF-Beispiel macht Schule: Nun will der SWR die Zuschauer seiner Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) in diesem Jahr unmittelbar nach dem Fall im Ersten in einem groß angelegten Online-Spiel weiter rätseln lassen. Die Folge "Der Wald steht schwarz und schweiget" lasse zwar nicht offen, wer der Täter ist, kündigen die Verantwortlichen des öffentlich-rechtlichen Senders am Donnerstag in Hamburg bei der Vorstellung der Programmhöhepunkte 2012 an. Dennoch bleibe ein Rätsel nach dem Film ungelöst.

"Die Aufgabe der Beweisführung geht an die Community über, die Indizien, Aussagen und Laborereignisse finden und interpretieren muss, damit der Fall der Staatsanwaltschaft gerichtsfest übergeben werden kann", heißt es. Das "Erste" zeigt die Krimi-Folge am 13. Mai wie gewohnt um 20.15 Uhr.

Das ZDF hat mit den „gemischten“ Ermittlungen schon reichlich Erfahrung. Im vergangenen Jahr hat das Zweite in der Redaktion „Das kleine Fernsehspiel“ den Crossmedia-Krimi „Wer rettet Dina Foxx?“ entwickelt und zusammen mit einer UFA-Tochter umgesetzt. Zuletzt hat sich der Samstag-Kriminaler „Wilsberg“ im Zweiten online bei den Ermittlungen helfen lassen. Nun zieht der ARD-Krimi-Klassiker „Tatort“ nach.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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