Umfrage von Hubspot und Adblock Plus :
Diese Werbeformen werden von Adblockern ausgebremst

Eine Werbebotschaft als Pop-Up - und das auch noch aufs Smartphone? Hier wird wohl ein Adblocker eingesetzt. Wo sonst noch - das weiß eine Studie von Hubspot und Adblock Plus.

Text: Petra Schwegler

Hier wurde wohl ein Pop-Up ausgebremst ...
Hier wurde wohl ein Pop-Up ausgebremst ...

Die Werbebremsen im Internet sind Publishern und Werbungtreibenden ein Gräuel. Doch – wie Content-Anbieter schon selbst festgestellt haben – die Qualität der Werbung entscheidet darüber, ob und wie User Adblocker einsetzen. Vor allem mit Display-Werbung – allen voran Pop-Ups und Mobile-Ads – kommen die Werbebotschaften nicht am Adblocker vorbei.

Zu diesem zentralen Ergebnis kommt die Inbound-Marketing- und Sales-Plattform Hubspot, die zusammen mit dem Werbebann-Anbieter Adblock Plus eine Umfrage zur Nutzung von Adblockern an Computern und auf Smartphones sowie zur Wahrnehmung von Online-Werbung durchgeführt hat. Die Ergebnisse der Befragung von 1055 Personen aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und den USA fließen in die Hubspot-Studie "Why People Block Ads" ein.

Hier weitere zentrale Erkenntnisse aus der Studie:

- In der Wahrnehmung des Großteils der Befragten sind Online-Anzeigen aufdringlicher geworden als noch vor zwei bis drei Jahren (91 Prozent). Von Werbeanzeigen, deren Inhalte auf früheren Einkäufen und Suchanfragen basieren, fühlen sich 79 Prozent der Teilnehmer verfolgt.

- Die Liste der ungeliebten Werbeformen führen Pop-Ups (73 Prozent) vor Anzeigen auf mobilen Geräten (70 Prozent) und Videowerbung (57 Prozent) an. Die Folge können Imageverluste ein, wie die Studie warnt. Bei 84 Prozent der Befragten leidet demnach die Meinung vom werbenden Unternehmen, bei 85 Prozent die Wahrnehmung der Website, auf der die Werbeanzeigen platziert werden.

- 83 Prozent wünschen sich eine Möglichkeit, sämtliche Werbung vom mobilen Endgerät zu verbannen.

- Nach den Gründen für die Adblocker-Nutzung gefragt, gibt die Mehrzahl der Teilnehmer an, dass sie Werbeanzeigen als störend (64 Prozent) und unterbrechend (54 Prozent) empfinden. Aber auch Sicherheitsbedenken (39 Prozent) und längere Ladezeiten (36 Prozent) spielen demnach eine Rolle.

- Des Weiteren gab ein Drittel der Befragten zu Protokoll, dass sie Werbung eher unabsichtlich anklicken (Mobile: 44 Prozent).

- Doch nicht alle Werbeformen sind gleich schlecht – dieser Meinung sind 83 Prozent der Befragten. 77 Prozent wünschen sich eine Möglichkeit, nur die extrem störende Reklame zu eliminieren. Die Studie folgert daraus: "filtern statt blocken".

- Selbst wenn Websitebetreiber bei Adblocker-Einsatz den Zugriff auf die Seite verweigern, ist ein Drittel der Befragten nicht dazu bereit, die Werbebremse zu deaktivieren und verzichtet lieber auf die Inhalte. 28 Prozent würden in diesem Fall sogar dauerhaft den Besuch einer Website einstellen.

Hier eine Übersicht welchen Werbeformen die Rote Karte gezeigt wurde:

Quelle: Hubspot/Adblock Plus

Quelle: Hubspot/Adblock Plus

Die Lösung? Hier bringt sich nun Hubspot als Anbieter von Inbound-Marketing ins Spiel - einer Marketing-Methode, die darauf abzielt, vom Kunden gefunden zu werden. Wer der Onlinereklame oder auch der Postwurfsendung, dem Radio- und TV-Spot oder dem Flyer ausweicht, ist schlicht über klassische Werbebotschaften kaum mehr erreichbar.

Inbound Marketing versucht daher, mit relevanten Inhalten dort aufzuscheinen, wo Kunden suchen: in Blogs, Videos, E-Books, Gastkommentaren - eben eine Form von Content-Marketing. Über Suchmaschinenoptimierung, E-Mails oder auch über das Social Web werden die Informationen den potenziellen Kunden zusätzlich zugänglich gemacht.

Salonfähig gemacht hat Inbound-Marketing in den vergangenen Jahren das US-Unternehmen Hubspot. Die Plattform hubspot.com unterstützt mit ihrer Software den Wandel vom "Interruption Marketing" hin zum "Inbound Marketing" – lehrreiche Stücke für Marketer sind dort zu finden. 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.