Diva Award: VIP-Alarm im Bayerischen Hof

Maria Furtwängler, Til Schweiger und ziemlich beste Freunde: Film -und TV-Promis strömten zur Entertainmentpreis-Verleihung nach München. W&V-Autorin Lisa Priller-Gebhardt war dabei.

Dass die Diva ist eine Frau ist, wurde bei der Veranstaltung im Bayerischen Hof mehr als klar: Gedankt wurde Großmüttern, Müttern, Schwestern, Ehefrauen, Töchtern und Partnerinnen. Preisträgerin Maria Furtwängler (in Bambi-reifer Ballrobe) verriet in ihrer Dankesrede, den Film "Schicksalsjahre" habe sie "auch für ihre Großmutter gespielt". Doch zu dem TV-Movie wäre es um ein Haar gar nicht gekommen, plauderte Teamworx-Produzent und Regisseur Nico Hofmann aus. Eine Woche vor Drehbeginn habe Furtwängler entschieden, sie wolle die Rolle nun doch nicht spielen. "Nach einem langen Whiskeyabend in Potsdam" sei der Deal dann doch perfekt gewesen. "Bester Schauspieler" Elyas M’Barak, der sich an dem Abend nachhaltig von seinem Image als Macho verabschiedet hat (konnte seine Tränen nicht zurückhalten), sondern als Familienmensch geoutet wurde, brachte seine Mutter einfach zur Preisverleihung mit. Sänger und The-Voice-Juror Rea Garvey dankte nicht nur Mutter. Sie habe ihn gelehrt stolz auf seine Familie und sein Talent zu sein. Auch seinen sieben Schwestern, von denen er eine nach München mitbrachte, um mit ihm den Music-Act zu bestreiten, habe er viel zu verdanken. Marlon Roudette, der ebenfalls eine Hörprobe seines Könnens ablieferte, sang ein Loblieb auf seine Mama: er sei "forever greatful".

Til Schweiger wurde mit dem Movie Merit Award in die Diva Hall of Fame aufgenommen. Dorthin schaffen es laut Veranstalter nur "Persönlichkeiten, die mit ihrem Schaffen ganze Genres prägen und revolutionieren." Um ein Haar wäre Schweiger jedoch Schreiner geworden. Das plauderte Laudatorin Iris Berben aus. Nach dem ersten Vorsprechen an der Schauspielschule in Essen sei ihm dazu geraten worden. Schweiger dankte in einer improvisierten Rede ("Hab nichts vorbereitet und schon was getrunken“) seiner Lebensgefährtin und setzte zu einer verbal verwaschenen Laudatio auf die Macher des Erfolgstreifens "Ziemliche beste Freunde" an - was vor ihm eigentlich schon Medienminister Thomas Kreuzer in aller Ausführlichkeit absolviert hatte. Die echten "Ziemlich beste Freunde" Philippe Pozzo di Borgo und Abdel Sellou erhielten zwei Sondertrophäen. Auch hier gab es reichlich Dank für Frau und Tochter. Außerdem musste Schweiger noch eine Spitze einstecken: Der angehende Tatort-Kommissar hatte jüngst den Krimi-Vorspann kritisiert. Moderator Steven Gätjen schlug vor, man solle alles beim Alten lassen und nur Schweigers Augen und Füße für den Tatort-Vorspann verwenden.

Bereits zum 22. Mal wurde am Dienstagabend der Deutsche Entertainment Preis Diva verliehen. Doch nie zuvor war die Gala so glamourös. Erstmals ist die Constantin Entertainment (CEnt) Veranstalter des Events. Insgesamt 450 Gäste folgten der Einladung in den Bayerischen Hof in München, wo erstmals bei lauen Sommertemperaturen, statt wie bisher im Winter gefeiert wurde. Die Verleihung fand unter freiem und wolkenlosem weiß-blauen Himmel statt (Hotelchefin Innegrit Volkhardt ließ das Dach über dem Festsaal wie ein Cabrio auffahren). Einziger Wermutstropfen: Diva-Erfinder und -Gründer Ulrich Scheele, der den Preis in Deutschland etabliert hat und dem Diva-Team als Berater zur Seite stand, konnte krankheitsbedingt, wie CEnt-Geschäftsführer Otto Steiner der in seiner Ansprache bedauerte, nicht anwesend sein. Und noch eine Premiere gab es: Es war der erste große Auftrag für die PR-Frauen Antje Burda und Petra Fink nach ihrem Ausscheiden bei ProSiebenSat.1 vor wenigen Monaten.
 
Mit der diesjährigen Verleihung hat die Diva das nächsthöhere Level der Preis-Galas in Deutschland erkommen. TV-Partner der Veranstaltung ist ProSieben. Die Highlights der Gala zeigt der Sender am 28. Juni in der Reportage "red! Spezial: Diva – Die Verleihung des Deutschen Entertainment Preises" um 23.50 Uhr.


Autor:

Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

schreibt als Autorin überwiegend für W&V. Im Zentrum ihrer Berichterstattung steht die geschwätzigste aller Branchen, die der Medien. Nach der Ausbildung an der Burda Journalistenschule schrieb sie zunächst für Bunte und das Jugendmagazin der SZ, Jetzt. Am liebsten sind ihr Geschichten der Marke „heiß und fettig“.



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