TV-Quoten im Januar :
Dschungelcamp zieht RTL nach vorn

Die Kölner können, ebenso wie das ZDF, mit dem Jahresauftakt zufrieden sein. Nach Marktanteilen liegt im Januar das Zweite vorn, RTL überholt das Erste.

Text: Susanne Herrmann

Erfolgsgarant Dschungelcamp: Bei RTL stimmen im Januar die Quoten.  Moderatorin Sonja Zietlow mit Dschungelkönig Marc Terenzi
Erfolgsgarant Dschungelcamp: Bei RTL stimmen im Januar die Quoten. Moderatorin Sonja Zietlow mit Dschungelkönig Marc Terenzi

Der Privatsender RTL kann, ebenso wie das öffentlich-rechtliche ZDF, mit dem Jahresauftakt zufrieden sein. Nach Marktanteilen liegt im Januar das Zweite vorn, RTL überholt die ARD - und holt sich erneut den Sieg bei den Werberelevanten. Beim Ersten ist wie auch bei Sat.1 und ProSieben noch Luft nach oben.

Januar-Marktanteile der großen Sender

Das ZDF erreichte nach Messungen der GfK-Fernsehforschung zum Jahresstart einen Marktanteil von 13,9 Prozent (Jahresabschluss 2016: 13,0 Prozent). Zurückzuführen ist das vor allem auf erfolgreiche Mehrteiler wie "Das Sacher. In bester Gesellschaft" oder die Verfilmung des Nele-Neuhaus-Krimis "Die Lebenden und die Toten", Serienproduktionen wie "Der Bergdoktor" und Wintersportübertragungen.

Zweiter war der Privatsender RTL mit 11,0 Prozent (nach 9,8 Prozent im Jahr 2016). Die Kölner legen traditionell einen guten Jahresstart hin, weil den Januar seit 2004 die C-Promi-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" (#Ibes) dominiert. Die diesjährige elfte Staffel erreichte im Schnitt beachtliche 6,71 Millionen Zuschauer (28 Prozent Marktanteil). Dennoch war es die schwächste Quote seit 2012. Hinzu kommen aber gut 20 Millionen Videoabrufe auf Digitalplattformen wie RTL now. (Gewonnen hat 2017 Marc Terenzi.)

Auf Platz drei folgt die ARD mit 10,6 Prozent (12,1 Prozent). Den vierten Platz belegt Sat.1. Der Bällchensender hat im Vergleich zum Dezember 0,5 Prozentpunkte verloren und lag nun bei einem Marktanteil von 6,6 Prozent (Jahresabschluss 2016: 7,3 Prozent), der Schwestersender ProSieben landet auf dem sechsten Rang mit 4,7 Prozent (5,1 Prozent). Die Münchner wurden von Vox überholt, das 5,0 Prozent holte. Unter anderem dank "Kitchen Impossible" mit Tim Mälzer.

So geht es den kleineren Sendern

Auch hier freuten sich die Mainzer: ZDF Neo brachte es im Januar auf 2,5 Prozent und setzte sich damit hinter Kanäle wie Kabel eins (3,5 Prozent) und RTL II (3,1 Prozent) und vor Super RTL (1,7 Prozent). RTL Nitro kam auf 1,5 Prozent, N-TV auf 1,2 Prozent und RTL plus erreichte einen Marktanteil von 1,0 Prozent.

Das werberelevante Publikum schaut Privat

Die Zuschauer von 14 bis 49 lieben #Ibes: 15,4 Prozent holte RTL bei den Werberelvanten, auch dank Dschungelcamp. Hinsichtlich der Werbeeinahmen hat es sich ohnehin gelohnt.

Damit verwiesen die Kölner ProSieben auf Platz zwei. Mit 9,8 Prozent Marktanteil (14-49) im Januar büßt ProSieben aber ein, ist man dort doch eher 10 Prozent plus in der Zielgruppe gewohnt.

Sat.1 ist die Nummer drei bei den Werberelevanten mit 8,1 Prozent, wofür der Sender vor allem neue Formate wie "Einstein" mit bis zu 12,4 Prozent Marktanteil und "The Biggest Loser" (bis zu 13,6%) verantwortlich macht.

Vox behauptet sich auf einem guten vierten Platz mit 7 Prozent in der Werbezielgruppe - vor dem ZDF mit 6,2 und der ARD mit 5,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern.

Dahinter folgen RTL II (5,2 Prozent) und Kabel eins (5,0 Prozent Marktanteil).


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.