"DSDS"-Stern sinkt: Bohlen zieht weniger Frauen an

"Zuschauerverlust bei Frauen doppelt so hoch" meldet Media Control nach einer Sonderauswertung der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar". Bei Dieter Bohlen zappen immer mehr weg...

Text: Petra Schwegler

17. Apr. 2012

Mit der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar“ und den nicht mehr zu übersehenden Zuschauerverlusten setzt sich jetzt Media Control auseinander und kommt zu dem Schluss: Der Zuschauerverlust ist bei Frauen ab 14 Jahren in der neunten Staffel von "DSDS“ besonders hoch. Im Vergleich zu 2011 schalten demnach aktuell rund 720.000 weniger weibliche Fans ein; der Marktanteil fällt laut den Medienforschern um 5,6 Prozentpunkte auf 16,8 Prozent. Bei den Männern sei der Zuschauerverlust dagegen nur halb so hoch  - minus 340.000. Der Marktanteil rutscht hier um 3,7 Prozentpunkte auf 11,1 Prozent ab.

Den deutlichsten Rückgang für Dieter Bohlens Show-Spektakel gibt es laut Media Control bei den Kindern: "Erreichten die Werte der Drei- bis 13-Jährigen im Vorjahr noch 41,4 Prozent, so rangieren sie zurzeit bei 29,0 Prozent (minus 12,4 Prozent)“, heißt es da. Auch die Castingshow-Begeisterten zwischen 30 und 39 Jahren verzeichneten demnach ein deutliches Minus um 9,8 Prozent und landen nun bei 19,8 Prozent. Ausgewertet hat Media Control "DSDS"-Folgen 19 bis 22 der Jahre 2012 und 2011.

Insgesamt haben (immer noch) durchschnittlich 4,52 Millionen Zuschauer ab drei Jahren die vergangenen vier Folgen der aktuellen Staffel gesehen – bei einem Gesamtmarktanteil von 15,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr wirken die Zahlen indes schwach: 2011 lockten die Auftritte der Kandidaten noch 5,69 Millionen Interessierte vor die Bildschirme. Marktanteil: 20,1 Prozent. Auch im Social Web hat "DSDS“ an Zustimmung verloren.

RTL und Bohlen wollen es jetzt aber noch einmal wissen – die Vorbereitungen für ein Spin-off unter dem Label "DSDS Kids“ laufen. Gekürt werden sollen die jüngsten Nachwuchstalente. In Jury sitzen hier neben Bohlen Michelle Hunziker und Dana Schweiger.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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