"Entschleunigungsfernsehen": Wie sich der Philosoph Precht seine neue TV-Sendung vorstellt

Keine Talkshow, sondern ein Zwiegespräch mit Tiefgang - allgemein verständlich möchte Richard David Precht über philosophische Fragen diskutieren. Von seiner Sendung soll der Zuschauer etwas lernen.

Text: Katharina Hannen

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"Ich bin ein großer Anhänger des Entschleunigungsfernsehens.", erklärt Richard David Precht in einem Interview mit der Zeitschrift "TV Spielfim". Das möchte der Philosoph und Buchautor ("Wer bin ich - und wenn ja wie viele?") auch in seiner ersten eigenen TV-Sendung deutlich machen. "Precht" soll ohne eine große Gästeschar und Einspielfilme auskommen - der 47-Jährige zieht ein tiefgründiges Gespräch einer Talkshowrunde vor.

Am 2. September wird das Format zum ersten Mal ausgestrahlt. 45 Minuten lang diskutiert Precht mit einem prominenten Gast aus Wirtschaft, Politik, Kultur oder Wissenschaft über aktuelle Themen. Mehrwert ist dem Philosophen wichtig - die Zuschauer sollen etwas lernen. Die Gespräche sind anspruchsvoll, aber trotzdem allgemein verständlich.

In der ersten Episode geht es um die Frage "Skandal Schule - Macht lernen dumm?". Als Gast ist der Neurobiologe und Bildungskritiker Gerald Hüther geladen. Für 2012 sind insgesamt vier Folgen geplant - künftig wird es sechs pro Jahr geben.

Mit der Sendung ersetzt das ZDF die Reihe "Das Philosophische Quartett". Im Frühling 2012 lief das legendäre Format der Moderatoren Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski nach zehn Jahren aus.


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