ARD und ZDF selbst nannten das werbefreie Funk bei Präsentation in Berlin ein "Content-Netzwerk mit bekannten und neuen Webvideo-Akteuren". Mit über 40 Online-Formaten, die sich an den drei Nutzerbedürfnissen "Informieren, Orientieren und Unterhalten" orientierten, soll der Neustart das Netz aufmischen.

Im Mittelpunkt sollen Protagonisten und deren Formate stehen. Beispielsweise baut nach Senderangaben Heimwerker-King Fynn Kliemann einen alten Bauernhof in Niedersachsen in sein "Kliemannsland" um und hat so einen neuen Youtube-Kanal geschaffen. Dem gleichen Prinzip folgen andere Formate wie "Y-Kollektiv. Aus dem Bereich Comedy sind unter anderem Katjana Gerz und Florentin Will mit "Gute Arbeit Originals" und Schlecky Silberstein mit dem "Bohemian Browser Ballett" dabei.

Die Inhalte selbst werden in den Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und gemeinsam mit vielen Partnern entwickelt. Die Sender finanzieren Funk jährlich mit einem Budget von 45 Millionen Euro, ein Drittel übernimmt das ZDF, der ARD-Verbund zwei Drittel. Die Fäden laufen in der Zentrale von Funk in Mainz zusammen; dort sind auch Nachwuchstalente gern gesehen.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.