The Big Deal aber ist die ganze Vermarktungskiste, die Springer und Funke da unter dem Regime vom bisherigen Asmi-Chef Peter Würtenberger planen. Es wird ein großer Vermarkter entstehen, der vielleicht größte der Republik. Vor allem dann, wenn der als extremst verflochten geltende Asmi-Manager seine Kontakte nutzt und weitere Partner an Bord holt. Wenn kleinere Medienhäuser anklopfen, um ihre Produkte vermarkten zu lassen. Dann erwächst aus dem Konstrukt so was wie ein fast neutraler Riesenvermarkter.

Und es werden weitere Riesenvermarkter mit Mandantengeschäft entstehen. Burda und Bauer sind mögliche Kandidaten, IQ Media auch, vor allem aber Ströer und digitale Player, die geradezu (un)heimlich wachsen. In einer neuen Medienlandschaft mit Riesenvermarktern könnte sich die Medienwelt drehen. Mediaagenturen könnten endlich an Macht verlieren. Was mal neu wäre. Weil Vermarkter im Interesse der Medien den Markt gestalten – und weniger, wie manch große Agentur, im sturen Eigeninteresse handeln. So gesehen steckt im Big Deal eine große Chance für den Medienmarkt.

Es bleibt also spannend, das Spiel geht weiter. All die Hintergründe und Folgen dieses Funke/Springer-Coups hat unser W&V-Team recherchiert und kurzfristig zur Titelstory erklärt. Am Montag auf jedem wichtigen Schreibtisch.



Jochen Kalka, Chefredakteur
Autor: Jochen Kalka

ist jok. Und schon so lange Chefredakteur, dass er über fast jede Persönlichkeit der Branche eine Geschichte erzählen könnte. So drängt es ihn, stets selbst zu schreiben. Auf allen Kanälen.