Es folgte Sat.1 mit 6,6 Prozent bei den Zuschauern ab 3 Jahren (Mai: 7,4 Prozent) - trotz diverser EM-Übertragungen. Und ProSieben mit sehr schwachen 4,4 Prozent (Mai: 5,4 Prozent). Vox gab von 5,3 auf 4,6 Prozent nach. Kabel eins erreichte 3,6 (Mai: 4,0 Prozent); Rettung war hier ein guter Endspurt dank einer Bud-Spencer-Sonderprogrammierung nach dem Tod des Italo-Western-Stars. RTL II kam auf 3,2 Prozent (Mai: 3,8 Prozent).

Beim für Privatsender wichtigen jüngeren Publikum zwischen 14 und 49 Jahren lag RTL im Juni zwar mit 10,6 Prozent wie gewohnt vorn, doch der Verlust gegenüber dem Vormonat beträgt 1,8 Prozentpunkte – gegenüber dem Vorjahr sogar 2,1 Prozentpunkte. ProSieben erging es noch schlechter im EM-Monat, den der Münchner Sender bei den Werberelevanten mit 8,8 Prozent Marktanteil abschließt, 2,1 Prozentpunkte weniger als im Mai. Fazit: Kein anderer Sender hat im Juni unter Fußball so gelitten wie der Münchner Privatsender.

Es hat aber aber auch kein weiterer Kanal aus dem Privat-TV-Lager mehr als 6 Prozent werberelevanten Marktanteil gestemmt: Vox kam im Juni auf 5,9 Prozent, RTL II auf 5,2 und Kabel eins auf 5,0. Fußball macht es möglich: Selbst beim jüngeren Publikum lagen ZDF (12,6 Prozent) und das Erste (12,5 Prozent) vor RTL.

Achtbarer Start indes für den neuen TV-Sender RTL Plus: Trotz Fußball-EM und derzeit noch eingeschränkter Verbreitung habe der neue digitale Free-TV Sender seit Sendestart am 4. Juni einen Marktanteil von 0,3 Prozent beim Gesamtpublikum erreicht, teilte die Mediengruppe RTL Deutschland mit. Beim Zielpublikum zwischen 14 und 59 Jahren habe der Marktanteil 0,4 Prozent betragen.

Bezogen aufs erste Halbjahr fällt die Bilanz beim Gesamtpublikum so aus: Mit 13,4 Prozent entfiel der größte Teil des Fernsehkonsums ebenfalls auf das ZDF, gefolgt vom Ersten mit 12,4 Prozent . RTL brachte es als bester Privatsender auf 10,0 Prozent (Vorjahr: 9,9 Prozent). Sat.1 gab auf 7,2 Prozent (7,9 Prozent) nach, ProSieben auf 5,1 Prozent (5,3 Prozent), Vox blieb unverändert bei 5,1 Prozent. RTL II verzeichnete 3,5 nach 3,7 Prozent, Kabel eins verharrte bei 3,8 Prozent, Super RTL büßte leicht von 1,7 auf 1,8 Prozent ein.

ps/dpa


Petra Schwegler, Redakteurin
Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.