Publikumszeitschriften :
Gruner + Jahrs DPV übernimmt Springers Zeitschriftenvertrieb

Der Deutsche Pressevertrieb DPV übernimmt die Publikumszeitschriften von ASVS. Die Zeitungen vertreibt Springer weiter selbst.

Text: Susanne Herrmann

Christian Nienhaus (l.), AS Sales Impact, und Niels Oberschelp, DPV.
Christian Nienhaus (l.), AS Sales Impact, und Niels Oberschelp, DPV.

Der DPV Deutscher Pressevertrieb übernimmt die Axel Springer Vertriebsservice GmbH (ASVS). Mit der Übernahme baut der DPV sein Verlagskundengeschäft deutlich aus. Die Transaktion umfasst den Bereich Publikumszeitschriften von ASVS. Zu den rund 500 Titeln, die der DPV derzeit vertrieblich betreut, kommen 300 Titel bzw. Titelgruppen hinzu, außerdem der Vertrieb von "Auto-Bild", "Computer-Bild" und "Sport-Bild".

Zu den wichtigsten Verlagskunden des ASVS gehören unter anderem der Jahreszeiten Verlag und der Cora-Verlag. Diese werden künftig vom DPV-Geschäftsbereich Verlagskunden betreut. Die Vereinbarung zwischen den Unternehmen steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.

Nils Oberschelp, Vorsitzender der Geschäftsführung DPV Deutscher Pressevertrieb: "Mit der Übernahme der Publikumszeitschriften von ASVS positioniert sich der DPV als der führende Full-Service-Anbieter unter den Nationalvertrieben in Deutschland." Zum Kaufpreis haben die Firmen Stillschweigen vereinbart. Der DPV beschäftigt derzeit 450 Mitarbeiter, bei ASVS sind es den Angaben zufolge mehr als 50. Ziel sei, den Zeitschriftenbereich des ASVS vollumfänglich in die DPV-Gruppe zu integrieren, ergänzte G+J.

Christian Nienhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung Sales Impact, der Vertriebsorganisation von Axel Springer: "Durch die Transaktion stellen wir den Print-Vertrieb als Ganzes neu auf. Axel Springer kann sich vollständig auf sein starkes Zeitungsportfolio konzentrieren."

Nachdem erst vor knapp zwei Wochen Axel Springer und die Funke Mediengruppe nach dem großen Print-Deal ihre Pläne für eine gemeinsame Vertriebsfirma auf Eis gelegt hatten, muss hier die Zusammenarbeit der beiden Häuser im Print-Vertrieb neu geordnet werden: Ab 1. Januar 2017 übernimmt Springers Dienstleistungstochter Newspaper Impact zusätzlich den Einzelhandelsvertrieb des gesamten Funke-Zeitungsportfolios. Dazu gehören – neben den bislang schon von Sales Impact, der zentralen Vertriebsorganisation von Axel Springer, betreuten Titeln auch die zahlreichen Funke-Titel. Bei den Zeitschriften, die Funke zum 1. Mai 2014 von Springer übernommen hatte, wird Sales Impact den Vertrieb zum 1. Juli abgeben; Funke überträgt das Vertriebsgeschäft für diese Zeitschriften dann dem eigenen Tochterunternehmen Moderner Zeitschriften Vertrieb (MZV),


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.