7.

Seien Sie Opfer! Suchen Sie nach Leuten, die Ihnen auf die Füße treten wollen. Wenn Sie jemanden finden, der Ihrem Feindbild entspricht (idealerweise linksliberaler Moslem mit Sympathien für Angela Merkel): Fühlen Sie sich bedroht und genießen Sie die Solidarität Ihrer Leser. Sie ist bares Geld wert, denn:

8.

Setzen Sie Prioritäten! Was ist Ihnen wichtiger: Werbeerlöse oder Vertriebsumsatz? Je aggressiver Sie gegen Gutmenschen, Genderwahn, Mainstream, den Islam, Klimaforscher usw. anschreiben, um so größer die Gefahr, Werbekunden zu verschrecken. Aber genau das ist Ihre Chance: Je schriller Sie polarisieren, desto stärker die Aufregung, desto effektiver die Mobilisierung, desto höher die Reichweite, desto größer die Bereitschaft Ihrer Leser, Abos abzuschließen und Patenschaftsmodelle zu unterstützen. Ihre Zukunft liegt im Paid Content.

9.

Hate Economy ist ein Geschäftsmodell. Sie müssen es ja nicht so nennen.

10.

Hängen Sie Ihren Badezimmerspiegel ab.

Disclaimer: Der Autor unterstützt das von Christoph Kappes angestoßene Projekt Schmalbart, das sich für faire Debatten- und Medienkultur im Netz einsetzt.

<a href="https://twitter.com/frankzimmer" class="twitter-follow-button" data-show-count="false">Follow @frankzimmer</a><script>!function(d,s,id){var js,fjs=d.getElementsByTagName(s)[0],p=/^http:/.test(d.location)?'http':'https';if(!d.getElementById(id)){js=d.createElement(s);js.id=id;js.src=p+'://platform.twitter.com/widgets.js';fjs.parentNode.insertBefore(js,fjs);}}(document, 'script', 'twitter-wjs');</script>

Autor:

Frank Zimmer

Redaktionsleiter Online mit analogem Migrationshintergrund. Seit 1996 im Internet. Buchautor ("Der Social-Media-Rausch") und Blogger ("Mittelrheingold"). Interessiert sich für Content Marketing und digitale Transformation. Hat eine Schwäche für Agenturen, weil er mal in einer gearbeitet hat.