Holtzbrinck trennt sich von "Main Post"

Teil-Rückzug aus dem Zeitungsgeschäft: Stefan von Holtzbrinck verkauft die Mediengruppe Main-Post an den Verlag der "Augsburger Allgemeinen".

Text: Uli Busch

Teil-Rückzug aus dem Zeitungsgeschäft: Stefan von Holtzbrinck verkauft die Mediengruppe Main-Post an den Verlag der "Augsburger Allgemeinen". Die Augsburger Mediengruppe Pressedruck steigt damit zu einem der wichtigsten Zeitungsverlage Süddeutschlands auf. Mit einer Auflage von 320.000 Exemplaren gehört die "Augsburger Allgemeine" schon jetzt zur Spitzengruppe der süddeutschen Regionalzeitungen. Die in Würzburg erscheinende "Main Post" bringt es auf 130.000 Exemplare. Zum Marken-Portfolio gehört u.a. auch das "Schweinfurter Tagblatt".

"Wir glauben an die Zukunft der regionalen Tageszeitung", erklärt Pressedruck-Verlegerin Alexandra Holland. Das sieht Stefan von Holtzbrinck offenbar anders: Dem Vernehmen nach hat prüft er auch den Verkauf seiner Mehrheitsanteile an der "Saarbrücker Zeitung". Hier gilt die "Rheinische Post" als Interessent. Zum schrumpfenden Holtzbrinck-Imperium gehört auch der "Südkurier" in Konstanz.

Im Frühjahr 2009 hatte Stefan von Holtzbrinck bereits die Verlagsgruppe Handelsblatt, den Berliner "Tagesspiegel" und die Hälfte des Zeit-Verlages an seinen älteren Bruder Dieter verkauft. Stefan will sich dem Vernehmen nach stärker im Digital-Geschäft engagieren. Seit 2007 gehört die VZ-Gruppe ("StudiVZ") zur Holtzbrinck-Gruppe.