Verbesserungsvorschläge fürs fiktionale Programm – also auch für die Unterhaltung – kommen indes am Donnerstag vom ARD-Programmbeirat. Das Beratungsgremium hinter Programmchef Herres, bestehend aus neun Rundfunkräten aus den ARD-Anstalten, würde gern sehen, dass Themen von aktueller und gesellschaftlicher Relevanz gelegentlich im Rahmen von "Themenabenden" behandelt würden. Optimierungsmöglichkeiten sieht der Beirat bei Produktionen am Freitagabend sowie bei einigen Serien am Nachmittag und Vorabend: Hier sollte die hohe Popularität der Filme und Serien noch intensiver genutzt werden, um mehr Gesellschaftskritik und Werte zu transportieren, so das Gremium in einer eigenen Mitteilung.

Interessant: Der Programmbeirat will, dass die fiktionalen Highlights intensiver beworben und möglichst viele fiktionale Angebote online gestellt werden – ein Vorhaben, das in der Vergangenheit in der Frage "Was darf die ARD im Web?“ eine entscheidende Rolle gespielt hat. Der ARD-Programmbeirat pocht auch erneut darauf, dass ein fester Spielfilmplatz im Hauptabend des Ersten eingeführt wird – so wie die Reihe "SommerKino im Ersten" ab 2012 in der Sommerpause von "Hart aber fair", montags um 20.15 Uhr.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.