Allerdings will Madsack die redaktionelle Hoheit für die einzelnen Zeitungen weiterhin bei den regionalen Chefredakteuren belassen. Unterschiedliche Themensetzungen, Gewichtungen und Regionalisierungen seiendabei "ausdrücklich erwünscht und gefordert". Die charakteristische Stimme und Farbe jeder Zeitung werde erhalten bleiben. "Geplant ist eine Vernetzung überregionaler Inhalte in den Ressorts Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Ratgeber, Seite 3/Reportage, Panorama und Wochenendjournal", so der Verlag. In den nächsten Wochen soll Koch das RND-Team aufbauen und gemeinsam mit den anderen Madsack-Chefredakteuren das Konzept weiterentwickeln. Koch: "Niemand will ein starres Korsett nach Art sogenannter Mantelzulieferungen früherer Jahrzehnte. Die Zukunft liegt in einem intelligenten Zusammenspiel, bei dem jeder sich auf das konzentriert, was er am besten kann."

Das "Leitbild einer klug vernetzten Redaktion" haben die fünf Chefredakteure der Mediengruppe - Thoralf Cleven ("Märkische Allgemeine Zeitung"), Jan Emendörfer ("Leipziger Volkszeitung"), Uwe Dulias sowie Brandt und Koch von der "HAZ" Anfang Oktober entwickelt.


Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.