Mediensplitter: Was sonst noch in der Branche passiert

"Closer" schürt die Neid-Debatte um Jauch, Dmax entflammt für Facebook und PSR holt Programmverstärkung: Was sonst noch in der Medienbranche passiert ist.

Text: Petra Schwegler

20. Mar. 2012

"Closer". Bauers neues TV-Promi-Magazin will auch in der Debatte um Günther Jauchs Gehalt mitmischen nun auch auf den Zug auf und beauftragte für Heft 13 das Forsa-Institut mit der Umfrage "Verdienen unsere TV-Stars zu viel?" Ergebnis: 70 Prozent der Deutschen finden: ja. 30 Prozent halten den Verdienst für angemessen.

Dmax. Freut sich über seinen Erfolg im Social Web. Die Facebook-Seite des Männersenders befindet sich weiter im Aufwind und zählt seit der Nacht von Montag auf Dienstag den 500.000sten Freund.

"E-Bike-Magazin". Mit dieser Zeitschrift will der Verlag Brinkmann Henrich Medien ("Ski-Magazin") vom Absatz-Boom bei den Elektro-Fahrrädern profitieren. Die Zeitschrift, die am 27. März erscheint, richtet sich ähnlich wie der Schwestertitel "Wanderlust" eher an Genuss-Orientierte "im besten Alter", die Natur und Landschaft entdecken wollen, als an Sportler. Für 2012 sind zwei Ausgaben geplant, der Copypreis beträgt 5,50 Euro. Das Magazin startet mit einer Auflage von 58.000 Stück.

Red Bull. Konzernlenker Dietrich Mateschitz will mit seinem Servus TV für Furore im analogen Kabel von Bayern sorgen. Senderchef Martin Blank kündigt im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" an, die Anzahl der Wiederholungen im Programm zu verringern und den Marktanteil mit anspruchsvollem Programm steigern zu wollen. Nach der weiß-blauen Print-Revolte folgt nun also der TV-Einsatz an der Isar.

PSR. Holt Carola Jung in die Programmführung. Die 36-Jährige ist ab sofort als zweite Programmchefin für die taktischen Programmaufgaben beim Leipziger Sender zuständig – an der Seite von Rik De Lisle, der seit Herbst 2011 als Programmchef und strategischer Kopf bei PSR wirkt. Jung kommt von Energy Sachsen, wo sie als Programmdirektorin drei Jahre gewirkt hat. Dort übernimmt ihr bisheriger Stellvertreter Oliver Harrington die Programmverantwortung.

RTL. Meldet für die vierte Folge der Doku "Undercover Boss" den bisherigen Staffelbestwert. Beim jungen Publikum (14 - 49 Jahre) erreicht sie einen Marktanteil von 22,7 Prozent. Durchschnittlich 5,83 Millionen Zuschauer ab drei Jahre (Marktanteil 18,4 Prozent) verfolgten am Montagabend ab 21.15 Uhr, wie "DFH Deutsche Fertighaus Holding"-Vorstandsvorsitzender Thomas Sapper als Aushilfsarbeiter Bernd Segler von den eigenen Angestellten angelernt wurde. Ebenfalls stark in der Primetime am Montag – Sat.1 mit "Der letzte Bulle" und 15,6 Prozent werberelevanten Marktanteil sowie das ZDF mit dem aufwändigen TV-Event "München 72" und 4,22 Millionen Gesamtzuschauern.

"Yacht". Zu Beginn der neuen Segelsaison relauncht der Verlag Delius Klasing sein Magazin-Flaggschiff. Ausgabe 8/2012 (EVT: 28. März) erscheint mit einer neuen Optik, die Grafiker Tom Ising und seine Kreativ-Agentur Herburg Weiland in Zusammenarbeit mit "Yacht"-Art-Director Nils Campe entwickelt haben. Vor allem die Info-Kästen, Tabellen und Illustrationen sollen nun visuell ansprechender wirken.

"Kinder-Tagi". Der Schweizer "Tages-Anzeiger" startet eine Neuauflage seines Kinderseiten-Projekts. Vom 12. Mai an wird jeden Samstag (ausgenommen Schulferien) eine Seite "Kinder-Tagi" im Zürich-Bund erscheinen. Die Auflage beträgt 200.000 Stück. Schüler zwischen acht und zehn Jahren aus Stadt und Kanton Zürich schreiben darin über Themen, die sie interessieren. Bei einem Redaktionsbesuch illustrieren die Teilnehmer zudem die Seite mit eigenen Zeichnungen. Tamedia rechnet mit über 1000 Teilnehmern aus 76 Schulklassen.

ARD. Zieht nach 164 Stunden Live-Übertragungen von mehr als einem Dutzend verschiedener Wintersportarten in den letzten fünf Monaten zufriedene Bilanz. „Das Interesse daran war in der gesamten Saison 2011/12 überwältigend“, heißt es. Im Schnitt verfolgte jeder Zuschauer fünf Stunden und 22 Minuten Wintersport im Ersten. Insgesamt erreichten die Live-Übertragungen des Ersten von Ende Oktober bis Mitte März einen durchschnittlichen Marktanteil von 17,9 Prozent; 2,35 Millionen Zuschauer waren zu unterschiedlichen Tageszeiten vor dem Bildschirm versammelt - mehr als im Vorjahr (2,32 Millionen bei 17,8 Prozent Marktanteil). Die Lieblingssportart im Schnee ist wie bereits in den Vorjahren Biathlon. Durchschnittlich 4,09 Millionen Zuschauer (25,8 Prozent Gesamtmarktanteil) sahen bei den Auftritten von Magdalena Neuner, Andreas Birnbacher oder Arnd Peiffer zu.


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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