Mediensplitter: Was sonst noch in der Branche passiert

Sat.1 schwitzt wegen der Show "Biggest Loser", ProSieben freut sich wegen der Serie "Hannibal" und die ARD reibt sich die Hände wegen des Crossover-"Tatorts": Was sonst noch in der Medienbranche passiert ist.

Text: Petra Schwegler

10. Apr. 2012

Sat.1. Um die Abnehm-Show "The Biggest Loser" (sonntags, 17 Uhr) gibt es juristischen Ärger. Die Staatsanwaltschaft München hat Ermittlungen wegen Freiheitsberaubung eingeleitet, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur dpa einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigt. Eine 48-jährige Teilnehmerin der Sat.1-Show hat Ende 2011 Anzeige erstattet. Sie gibt an, von der Produktionsfirma der Sendung daran gehindert worden zu sein, den Drehort in Spanien zu verlassen, um zu ihrem Freund ins Krankenhaus zu fahren. Sat.1 geht davon aus, dass die Staatsanwaltschaft München die Vorwürfe nach den Ermittlungen "als unbegründet" fallen lassen werde. Sat.1 strahlt "The Biggest Loser" derzeit immer sonntags um 17 Uhr aus.

ProSieben. Lässt den Kannibalen "Hannibal" in Serie gehen, nachdem Anthony Hopkins und seine Figur des Psychiaters und Kannibalen Hannibal Lecter mit dem Thriller "Das Schweigen der Lämmer" Kinogeschichte geschrieben haben. Der Fernsehkonzern ProSiebensat.1 hat sich nun die Ausstrahlungsrechte für seine deutschsprachigen und skandinavischen TV-Sender an der neuen aus den USA stammenden Serie "Hannibal" gesichert, wie ProSieben am Dienstag mitteilt. Der Sender will die Reihe 2013 zeigen. Die auf 13 Teile angelegte Serie fußt auf dem Roman "Roter Drache" des US-Schriftstellers Thomas Harris, in dem der FBI-Agent Will Graham den von ihm gefassten Lecter um Rat nachsucht, um einen Serienmörder zu stellen. Wer Hannibal Lecter spielt, ist noch offen.

ARD. Räumt an Ostern mit Crossover-"Tatort" ab. Den konzertierten Köln-Leipziger Krimi schalteten zwar am Ostersonntag und in Konkurrenz zu "Avatar" bei RTL nur 7,68 Millionen Zuschauer ein. Am Am Ostermontag haben dann satte 10,17 Millionen Gesamtzuschauer die Ausgabe "Ihr Kinderlein kommet" gesehen, den zweiten Teil der Kooperation. Auch bei den Jüngeren hat der Fall gezogen: Hier meldet die ARD 3,22 Millonen Zuschauer und seltene 22,1 Prozent Marktanteil. Sat.1 hat sich mit dem Blockbuster "Illuminati" am Montag dennoch starke 19,3 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe einfangen können.

Super RTL HD. Startet am 1. Mai auf der hoch auflösenden Astra-Satelliten-Plattform HD+. Die Verträge sind jetzt unterzeichnet. Mit dem Familiensender aus Köln wächst die Offerte auf 13 Privatsender an. Der "Marktführer bei den 3- bis 13-Jährigen", wie sich Super RTL selbst nennt, zeigt vormittags Zeichentrickfilme und Serien, die besonders für junge Zuschauer geeignet sind – dazu zählen "Bob der Baumeister", "Thomas und seine Freunde", die "Oktonauten" und "Timmy das Schäfchen". Abends laufen Dokumentationen sowie Spielfilme und Serien wie das BBC-Format "Robin Hood". Super RTL HD ist der vierte Sender der Mediengruppe RTL, der über HD+ empfangbar ist. Da auch viele öffentlich-rechtliche Sender HD+ nutzen, werden ab Mai mit einem HD+ Receiver mehr als 30 Sender in brillanter Auflösung zu empfangen sein.

Vox. Startet trotz rückläufiger Quoten bei Musik-Castingshows eine neue Runde seiner Reihe "X Factor". An diesem Sonntag beginnen die "offenen Castings" mit Schauplatz in Dortmund. Danach geht es weiter nach Stuttgart (29. April), Hamburg (6. Mai), München (13. Mai), Köln (19./20. Mai) und Berlin (2./3. Juni).In der dritten Staffel werden, wie Vox am Dienstag mitteilt, Solokünstler, Gruppen und Bands gesucht. In der Jury sitzen neben Platzhirsch Sarah Connor dieses Mal der Techno-Star H.P. Baxxter, der Rapper und Musikproduzent Moses Pelham und Guano-Apes-Frontfrau Sandra Nasic. Star-Trompeter Till Brönner ist nach zwei Staffeln ausgestiegen.Der Start der Show ist für den Herbst geplant, den Siegern winkt ein Plattenvertrag mit der Firma Sony Music


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.



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