Mediensplitter: Was sonst noch in der Branche passiert

Mehr "Dallas" für RTL, noch weniger Zeitung für Holtzbrinck und ein anderes Profil für den MDR: Was sonst noch in der Medienbranche passiert ist.

Text: Petra Schwegler

TNT. Lässt die Neuauflage des Klassikers "Dallas" weitergehen. Gerade einmal vier Folgen sind gelaufen, und die zweite Staffel mit 15 Folgen der Texas-Saga ist schon geordert. Grund: Mit 6,9 Millionen Zuschauern im Schnitt sei "Dallas" derzeit die erfolgreichste neue Serie bei den US-Hauptsendern. Für Deutschland hat RTL die  Senderechte erworben. Das neue "Dallas" knüpft direkt an den Klassiker an, der von 1978 bis 1991 lief.
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Bundeskartellamt. Winkt den Verkauf der "Saarbrücker Zeitung" an die Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar durch. Sie übernommt die Anteile der Georg von Holtzbrinck Verlagsgruppe bis Mitte 2014. „Verleger“ Stefan von Holtzbrinck steigt damit aus dem regionalen Zeitungsgeschäft aus.

Egmont Ehapa. Startet mit "Shake it Up“ das offizielle Fan-Magazin zur gleichnamigen Disney-Live-Action-TV-Serie. Das Heft richtet sich an Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren und erscheint zweimonatlich. Es startet mit einer Druckauflage von 100.000 Exemplaren und einem Copypreis von 3,20 Euro. „Das Magazin bietet alles, was junge Mädchen von heute wissen wollen: Facts zu den Stars, Hintergrundinformationen zu Serie, Tanzschritte zum Nachmachen und Styling-Tipps. Und natürlich liegt jeder Ausgabe ein trendiges Mädchen-Extra bei“, verspricht der Verlag. Der Magazinlaunch wird unterstützt von TV-Spots auf Super RTL, Anzeigen in zielgruppenaffinen Mädchenmagazinen, Social-Media-Aktivitäten sowie Marketingaktionen am Point of Sale. Die Vermarktung des Magazins übernimmt Egmont MediaSolutions.

MDR. Steht vor einer Neupositionierung. "Wir sind dabei, eine Angebotsstrategie für das gesamte Haus zu entwerfen", sagt Intendantin Karola Wille im Interview mit dem Medienmagazin "journalist“. Im kommenden Frühjahr soll die Diskussion im MDR abgeschlossen sein. "Wir versuchen, das Programm insgesamt etwas moderner auszurichten", so Wille. Als Zielgruppe hat sie vor allem die 40- bis 50-Jährigen im Blick. Auch im Bereich Unterhaltung will sich der MDR weiterentwickeln – mit dem Ziel, jüngere Zuschauer zu gewinnen. Wille: "Dazu brauchen Sie intelligente Formate, dazu brauchen Sie Qualität. Sie brauchen gute Leute auf dem Schirm, markante Typen." 


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.