Middelhoff kommentiert Bertelsmann-Börsengang

Ex-Bertelsmann-Vorstand Thomas Middelhoff blickt mit einem lachenden Auge auf den geplanten Börsengang des Medienkonzerns.

Text: Katja Schönherr

Der frühere Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Middelhoff stichelt wegen der Börsenpläne des Medienkonzerns gegen seinen alten Arbeitgeber. Er sehe das Vorhaben "mit einem lachenden und einem weinenden Auge", sagte der 58-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Weinend, weil dieser Konzern zehn Jahre Stillstand hinter sich hat. Lachend, weil endlich umgesetzt wird, was mein Führungsteam schon vor einem Jahrzehnt als richtig und wichtig empfohlen hat", zitiert ihn das Blatt.

Middelhoff hatte Bertelsmann 2002 im Streit um einen möglichen Börsengang verlassen. Anschließend war er Vorstandschef des Handelskonzerns Arcandor, der nach seinem Ausscheiden Insolvenz anmeldete. Bertelsmann hatte angekündigt, die AG in eine SE & Co. KGaA umzuwandeln, eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Dadurch kann der Konzern an der Börse Kapital aufnehmen, ohne Geldgebern Mitspracherechte gewähren zu müssen.